23. November 2010

Wer hat Angst vor der Twitterwall?
Wände sind seit Menschengedenken öffentliche Träger von Zeichen: von den Höhlenmalereien von Lascaux über die Jerusalemer Klagemauer (Kotel) mit ihren Gebetszettelchen bis zu den mit Plakaten und Graffiti übersäten Ziegel- und Betonmauern unserer Tage.
Und jetzt also die Twitterwall, die jüngste, digitale Metamorphose affichierter Botschaften. Ohne Zweifel haben sich diese – die Botschaften wie die Wände – im Laufe ihrer Evolution stark gewandelt, wobei Nachhaltigkeit und Wirkung (oder Bedeutung) indirekt proportional zu sein scheinen. So hat die prähistorische Symbolik von Lascaux zwar mehr als 17.000 Jahre überdauert, die Bedeutung für unser aktuelles Leben ist jedoch bestenfalls marginal (außer für Kunsthistoriker und die UNESCO). Tweets hingegen sind von extrem kurzer Lebensdauer, können aber einiges in Bewegung bringen. Oder auch nur Unruhe stiften.
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Tags: Social Media, twitter, twitterwall
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13. November 2010
Der folgende Beitrag, den ich aus Anlass des World Blogging Forum 2010 geschrieben habe (der aber zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hier auf dem WBF-Blog noch nicht freigeschaltet war), schließt thematisch an mein voriges Blogpost an. Für manche Überschneidungen ersuche ich um Nachsicht. Ach ja, der Text ist in Englisch bzw. einer dem Englischen ähnlichen Sprache.
Recently, lots of people, quite prematurely, have eagerly announced the death of blogs, for various reasons and with an abundance of arguments. Darko Buldioski, though, is right: Blogs are not dead.
They just smell funny.
They possibly have lost their teen spirit – and the odour that’s usually connected with it.
To be a tad more serious: Blogging has come of age. In the terminology of the Gartner Hype Cycle blogging has passed the Peak of Inflated Expectations (remember the days?) and the Trough of Disillusionment. My guess is that we are currently in the transitional stage between the Slope of Enlightenment and the Plateau of Productivity.
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Tags: Blog, disruptive
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10. November 2010
In den vergangenen knapp zwei Jahren habe ich mir lediglich einen einzigen Beitrag für dieses Blog abringen können. Dieses übermäßig ausgedehnte “Sabbatical”, so rede ich mir ein, ist auf eklatanten Zeitmangel zurückzuführen. Zum größten Teil trifft das auch zu: Ein sehr umfangreiches Projekt hat zumindest im vergangenen Jahr (nicht nur) meine Kapazitäten beinahe vollständig gebunden. Dazu noch eine Prise innerer Schweinehund, und fertig ist die Begründung für die anhaltende Trockenperiode.
Doch jetzt wird virtual bites von der dicken Staubschicht befreit. Es ist ja nicht so, dass ich in der Zwischenzeit online keine Spuren hinterlassen hätte. Im Zeitraum meiner Blog-Abstinenz habe ich Twitter mit fast 5200 Tweets molestiert, die aber anscheinend einige Personen nicht abgeschreckt haben mir zu “followen”. Und offen gestanden hat mir Twitter in den vergangenen Monaten mehr Spaß gemacht, sowohl als instant communication als auch als ungemein quirlige Quelle für – meistens – nützliche und interessante Informationsflüsse. Oder schlicht als Zerstreuung.
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Tags: disruptiv, twitter
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13. Oktober 2009
Seit kurzem hat der österreichische Public-Relations-Verband (PRVA), dessen Mitglied ich seit 23 Jahren bin, ein neues Logo. Dieses ist Bestandteil eines neuen Corporate Design, dessen andere optische Bestandteile aber erst noch offiziell das Licht der Kommunikationswelt erblicken müssen.
Ich weiß mich mit meiner eher negativen Meinung zum neuen Logo, die ich dem Vorstand auch schon mitgeteilt habe, in guter Gesellschaft (was die meisten “Kritiker” in der Kommentarsektion des Online-Standard ausschließt).
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Tags: Corporate Design, Logo, PRVA
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31. Dezember 2008
Nichts Weltbewegendes, nur so ein Gedanke, an den ich mich im kommenden Jahr (2009) hin und wieder erinnern sollte – und meine PR-KollegInnen einladen möchte, das auch zu tun:
Wenn das, was wir tun, in letzter Konsequenz nicht darauf abzielt, die Welt zu einem besseren Ort für alle zu machen – wozu sind wir dann gut?
Krieg, Terror, Genozid, Sklaverei in einem nie zuvor da gewesenen Ausmaß, Klimakatastrophe (die zum “Klimawandel” verniedlicht wird), Wirtschaftskrise usw. usf.
Bis jetzt können wir auf uns nicht sonderlich stolz sein. Machen wir es 2009 besser.
Versuchen wir es wenigstens.
Tags: Engagement, soziale Relevanz, Verantwortung
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24. Dezember 2008
Heute ist ein guter Tag, wieder einmal einen Blogeintrag zu schreiben: Die halbe Welt ist mit anderen Dingen beschäftigt, nicht zuletzt damit, sich wild entschlossen in die richtige Weihnachtsstimmung zu versetzen. Das bedeutet (für mich) – Ruhe.
Die PR-Branche hat sich schon am 12.12. ein, verfrühtes, Weihnachtsgeschenk zugedacht: Nach gut einem Jahr der Diskussionen und intensiven Vorbereitungsarbeiten hat der PR-Ethik-Rat unter dem Vorsitz des emeritierten Univ.-Prof. Dr. Wolfgang R. Langenbucher seine Tätigkeit aufgenommen.
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Tags: CERP, ethik, Ethik-Rat, Global Alliance, PR-Ethik, pr-ethik-rat
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10. Dezember 2008
Es sind nicht immer die schwarzen Schafe, die eine ganze Gruppe in Misskredit bringen, manchmal reichen auch ein paar dumme Gänse. Zuletzt bei der PR-Gala des PRVA, als ein Rudel Tratschsüchtiger (leider muss ich hinzufügen: in der Mehrzahl PR-Tussis) nichts Wichtigeres zu tun hatte, als die hoch interessante Keynote des eigens aus Neuseeland angereisten PR-Lehrenden und -Praktikers Graeme Sterne durch ihr unablässiges und keineswegs zurückhaltendes Geschnatter empfindlich zu stören.
Dabei war die Präsentation – das gesamtheitliche PR-Modell der Maori-Kultur – geradezu auf diese arroganten Rüpel zugeschnitten. Darin geht es nämlich unter anderem um Respekt: den Respekt gegenüber anderen, deren kulturellen, individuellen und spirituellen Kontext. (Die Keynote gibt es als Podcast und als Video-Mitschnitt – 1 und 2 – des JUKreiz-Teams.).
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Tags: ganzheitliches PR-Modell, Graeme Sterne, Maori, PR-Gala, Respekt
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3. November 2008
Zur Abwechslung ein Rätsel. Was ist das Ding auf dem Foto?

Und: Wie kreativ muss man sein, dass einem so etwas einfällt?
Die erste richtige – oder die originellste – Antwort erhält von mir einen kleinen Sachpreis als Trophäe.
Antworten einfach in die Kommentarsektion (vor allzu anzüglichen oder obszönen Beiträgen bitte ich Abstand zu nehmen, auch wenn sie sich aufdrängen mögen).
Auflösung:
Das ist die neue Staatspreis-Trophäe, die das BM für Wirtschaft und Arbeit vergibt. Von einem Studenten der Angewandten geschaffen. Soll den Großglockner – als höchstemn erreichbaren Gipfel – symbolisieren und ist genauso hoch wie dieser, halt nur in Zehntelmillimeter. Der rote Fleck oben drauf ist das Siegel des BM; damit wird jeder dieser von der Augarten Porzellanmanufaktur produzierten weißen Zapfen zum Unikat.
Manche (auch mich) erinnert das … Ding an einen postmodernen, in Ketchup getunkten Salzstreuer.
Tags: ding, rätsel, staatspreis, wasistdas
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21. Oktober 2008
Seit 1995 vergibt der PRVA jährlich die Auszeichnung “KommunikatorIn des Jahres” an Personen des öffentlichen Lebens, die – obwohl sie keine professionellen KommunikatorInnen sind – sich durch außergewöhnliche Kommunikationsleistungen hervor getan haben. Seit ein paar Jahren fällt die Entscheidung nicht mehr nur durch die Meinungsbildung der zehnköpfigen Jury, sondern zusätzlich auf der Basis eines Publikums-Votings.
Alle Interessierten, die sich an der diesjährigen Kür der/des KdJ beteiligen möchten, haben noch bis zum 23. Oktober, 23:59:59 Uhr Zeit dazu die Frist versäumt. Fünf KandidatInnen stehen standen zur (anonymen) Online-Wahl: Dan Ashbel (israelischer Botschafter in Österreich), Richterin Claudia Bandion-Ortner, Belvedere-Direktorin Agnes Husslein-Arco, Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler und Universitätsprofessorin Ruth Wodak.
Das Wahlergebnis wird im Rahmen der PR-Gala am 26. November bekannt gegeben.
Tags: Kommunikator des Jahres, PR-Gala, PRVA
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7. Oktober 2008
Es wurde auch Zeit. Seit heute ist bekannt, wer die vom PRVA gestiftete PR-Professur (die erste PR-Professur in Österreich überhaupt) innehaben wird. Mit Peter Szyszka, dem bisherigen Professor für Organisationskommunikation an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, wurde eine vielversprechende Wahl getroffen.
Prof. Szyszka wird ab dem Wintersemester 2008/2009 an der Uni Wien lehren und forschen. Vorerst für zwei Jahre (für diesen Zeitraum wird der Lehrstuhl aus den Mitteln des Wissenschaftlichen Senats des PRVA finanziert). Danach wird – hoffentlich – die Professur von der Uni Wien selber weiter betrieben. Alles andere wäre eine Schande.
Tags: PR-Professur, PRVA, Szyszka
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