PR und Technologie oder Sprechen Sie XPRL?
Ich bin konsterniert. Bis vor kurzem habe ich mich, was die technischen Aspekte der PR, insbesondere der Online-PR, betrifft, für einigermaßen gut und aktuell informiert gehalten. Dann habe ich bei Toni Muzi Falconi (Toni’s Blog – ein absolutes must read für PR-Profis!) entdeckt, dass es seit zwei fünf Jahren ein grassroots Projekt gibt, dessen Ziel es ist, eine auf XML basierende eXtensible Public Relations Language (XPRL) zu entwickeln. Oder wie Gründungsmitglied und Ex-Vorsitzender der Global Alliance Falconi es formuliert:
“The aim of this project is to (provide a) World Wide Web Consortium compliant scheme to optimise software for PR practice. This will allow public relations operations from any country in the world to use resources and communicate globally without the need to re-input the information.
Bahnhof? Hm, es geht – sehr vereinfacht gesprochen – darum, alle PR-Kommunikationsmaterialien (die in elektronischer Form existieren) mit standardisierten, maschinen-lesbaren Kennzeichnungen zu versehen, die es z.B. erlauben, Presseaussendungen automatisch in Datenströme einzuklinken, ihre Verwendung zu verfolgen und zu evaluieren. Das ist aber nur eines von knapp 60 Anwendungsfeldern, die von XPRL abgedeckt werden sollen.
Um die Weiterentwicklung von XPRL kümmert sich die Non-Profit-Organisation XPRL.org, auf deren Website sich auch detaillierte Projektbeschreibungen finden. Der Weg ist allerdings noch lange: Derzeit liegen erst drei schemas (wie die maschinen-lesbaren Codestrukturen im Jargon heißen) vor.
