Unschuld verloren?
Dienstag, den 31. Juli 2007Bis vor kurzem konnte man davon ausgehen, dass die österreichische PR-Branche mehr oder weniger gesittet ihrem Tagewerk nachgeht. Sieht man von den gelegentlich großzügigen Auslegungen des §26 Mediengesetz ab, läuft das Geschäft ohne größere widrige Vorkommnisse. Die PR-Branche ist, so gesehen, besser als ihr Ruf.
Oder war? Einem Auftraggeber (Praterverband) und einer Agentur (Pleon Publico) wird nachgesagt, ein strategisches Konzept bestellt respektive ausgearbeitet zu haben, das die Grundlage dafür bilden sollte, eine amtierende Stadträtin (Grete Laska, SPÖ) zu diskreditieren und aus ihrer Funktion herauszuschießen. Das wäre nun tatsächlich das erste Mal, dass ein dem professionellen Selbstverständnis der PR-Branche und den ethischen Richtlinien des PRVA zutiefst widersprechendes Projekt wenn schon nicht geplant und durchgeführt, so doch wenigstens öffentlich bekannt geworden ist.