Web 2.0 aus Werbesicht
Fischmarkt.de, das Weblog aus dem Hause SinnerSchrader (die ja eigentlich auch nicht als Griesnockerl-U-Boot in der Brennsuppe tümpeln), freut sich, dass Web 2.0 jetzt auch in Österreich angekommen sei. Als Indiz dafür gilt der Autorin Carmen Ullrich-Nolte der jüngst erschienene Werbeplanung Guide 2007 (PDF, 100 Seiten, 8MB).
Jetzt habe ich, zugegeben, nicht alle 100 der (übrigens alles andere als barrierefreien) prall gefüllten Seiten studiert mit heißem Bemüh’n, aber weder Inhaltsverzeichnis noch Editorial noch selektive Angelversuche in einigen Artikeln haben auch nur den Hauch eines Hinweises gebracht, dass Web 2.0 ein ernsthaftes Thema für die Werbebranche(AT) wäre. Es sei denn, man versteht darunter – und das sind nun aber wirklich keine frischen Fische mehr, sondern eher Lachsforelle 0.9 – E-Mail-, Suchmaschinen- und Affiliate-Marketing.
Keine Rede von Weblogs, Social Media, Social Networks oder gar – ich wage es kaum, das Wort zu schreiben – virtuellen Welten wie Second Life. Von den paradigmatisch geänderten Beziehungen der Akteure im Web 2.0 ganz zu schweigen. Zwar prangt da, ganz stolzgeschwellte Brust, ein Zitat von Umberto Eco auf der Seite 2, aber verstanden haben sie es halt leider noch nicht. Ist aber auch hundig, diese Dialektik.
Ich frage mich aber auch, wo die Fischmarktfahrer das Web 2.0 im Guide oder generell in der österreichischen Werbeszene entdeckt haben wollen. (Zweck dienliche Hinweise bitte in den Kommentar
. Gegen die Marketer und Werber sind die PR-ler ja richtiggehende Web-2.0-Avantgardisten.
Tags: web-2.0, werbeplanung-guide-2007, werbung

Am 31. März 2007 um 18:21 Uhr
[...] Sehr interessant auch der Werbeplanung Guide 2007, den ich beim Markus Pirchner gefunden habe. (Schau mir das ganze dann zu einem späteren Zeitpunkt an) Jetzt heisst es mal Cola trinken (natürlich Light) (und NEIN das ist keine Werbung) (wobei hätte nichts dagegen wenn mir Cola für jedes mal Cola schreiben – was zahlt) (naja träumen darf man doch Mal-immerhin ist Sonntag – nicht ganz, aber ich fühle mich wie an einem Sonntag) [...]