Das Schnattern der Gänse
Es sind nicht immer die schwarzen Schafe, die eine ganze Gruppe in Misskredit bringen, manchmal reichen auch ein paar dumme Gänse. Zuletzt bei der PR-Gala des PRVA, als ein Rudel Tratschsüchtiger (leider muss ich hinzufügen: in der Mehrzahl PR-Tussis) nichts Wichtigeres zu tun hatte, als die hoch interessante Keynote des eigens aus Neuseeland angereisten PR-Lehrenden und -Praktikers Graeme Sterne durch ihr unablässiges und keineswegs zurückhaltendes Geschnatter empfindlich zu stören.
Dabei war die Präsentation – das gesamtheitliche PR-Modell der Maori-Kultur – geradezu auf diese arroganten Rüpel zugeschnitten. Darin geht es nämlich unter anderem um Respekt: den Respekt gegenüber anderen, deren kulturellen, individuellen und spirituellen Kontext. (Die Keynote gibt es als Podcast und als Video-Mitschnitt – 1 und 2 – des JUKreiz-Teams.).
Man muss dieses Modell nicht toll finden (obwohl es weit umfassender, eben ganzheitlich, ist als das amerikanisch/europäische), aber es ist überaus lehrreich , sich mit den Details zu befassen. Und wenn man schon so arrogant und egozentrisch ist, dass es zu einem respektvollen Umgang mit anderen Kulturen nicht reicht, sollte man sich doch – sofern man denn je welche besessen hat – der guten Manieren entsinnen, die Bestandteil der westlichen Zivilisation sind. Wenn Zuhören können eine der markanten Eigenschaften von PR-Profis ist, dann waren die DauerschwätzerInnen vermutlich ohnehin keine.
P.S.: “Das Schnattern der Gänse” klingt irgendwie nach einem Filmtitel, so ähnlich wie “Das Schweigen der Lämmer”.
Tags: ganzheitliches PR-Modell, Graeme Sterne, Maori, PR-Gala, Respekt
