Wie präpotent hätten Sie’s denn gern?
Man geht nicht ungestraft einkaufen, das habe ich in diesen Tagen gelernt. Anscheinend sind Marketingabteilungen so versessen auf Daten, dass sie einem das nächstbeste CallCenter hinterher hetzen, wenn man nur einen Zahnstocher ersteht. Aber müssen sich die Leute an der Strippe wirklich so dumm und präpotent gebärden wie der Knabe von der Firma, die sich einen Buchstaben in einer bestimmten Farbe haben schützen lassen (oder von dem CC, das t-mobile beauftragt hat)?
Nach einigen Jahren war’s an der Zeit, nicht nur ein technisch aktuelles Mobiltelefon zu erstehen, sondern auch den Uraltvertrag durch ein angemesseneres Tarifmodell zu ersetzen. Alles kein Problem, vor allem nachdem der Verkäufer verstanden hatte, dass ich durchaus willens war, keine Billiggurke zu erwerben, sondern immerhin einen E90 (auch wenn das manchen politisch vielleicht nicht korrekt erscheinen mag).
Heute aber dann der Anruf vom CallCenter-Maxe. Ob er mir ein paar Fragen stellen dürfe, da ich doch vergangene Woche usw. Durfte er. Was denn mein Grund gewesen sei? Mobile kaufen und Vertrag ändern/verlängern. Ob das geklappt habe. Und ob. Und unter welche Oberkategorie ich das einreihen würde: Kauf tätigen, Vetragsangelegenheit oder (noch drei weitere, irrelevante Punkte).
Hä?? Ich hatte gedacht, das soeben erklärt zu haben. Kauf + Vertrag. Hab’ ich doch gerade gesagt: Handy gekauft, Vertrag verlängert. Jaja, unter welcher Oberkategorie? Schon etwas verärgert: Ich glaube, Sie verstehen mich nicht. Darauf der CC-Typ: Nee, Sie verstehen die Frage nicht.
Das war dann das Ende des Gesprächs. Wenn das kein “Leger” war, dann kann ich t-mobile nur empfehlen, die Jungs und Mädels einer Grundschulung in zwischenmenschlicher Kommunikation zu unterziehen, bevor man sie auf Kunden loslässt. Besonders dann, wenn man von den Kunden etwas haben möchte.
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