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	<title>virtual bites &#187; Public Relations</title>
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	<description>Kommentare und Überlegungen zu den modernen Erscheinungsformen der Kommunikation</description>
	<lastBuildDate>Tue, 23 Nov 2010 20:51:46 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Warum ich das neue PRVA-Logo nicht gut finde</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Oct 2009 17:48:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Pirchner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Public Relations]]></category>
		<category><![CDATA[Corporate Design]]></category>
		<category><![CDATA[Logo]]></category>
		<category><![CDATA[PRVA]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit kurzem hat der PRVA ein neues Logo. Statt des radikalen Bruchs mit der CD-Vergangenheit wäre eine saanfte Modernisierung angebrachter gewesen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit kurzem hat der österreichische Public-Relations-Verband (<a title="Website des Public Relations Verbandes Austria" href="http://www.prva.at">PRVA</a>), dessen Mitglied ich seit 23 Jahren bin, ein neues Logo. Dieses ist Bestandteil eines neuen Corporate Design, dessen andere optische Bestandteile aber erst noch offiziell das Licht der Kommunikationswelt erblicken müssen.</p>
<p>Ich weiß mich mit meiner eher negativen Meinung zum neuen Logo, die ich dem Vorstand auch schon mitgeteilt habe, in guter Gesellschaft (was die meisten &#8220;Kritiker&#8221; in der <a title="Hämische Kommentare im Standard online" href="http://derstandard.at/fs/1254310789429/PRVA-verpasst-sich-neues-Leitbild-und-neues-Design">Kommentarsektion des Online-Standard</a> ausschließt).<br />
<span id="more-295"></span><br />
Das neue Logo stellt einen radikalen Bruch dar: Aus der Wortmarke wurde eine Wort-/Bildmarke, die Grotesk- wurde durch eine (sehr unmodern wirkende) Serifenschrift ersetzt, die geradlinig horizontale Ausrichtung wurde durch eine Schrägstellung abgelöst. Und last but not least hat sich auch das Blau verändert.</p>
<p>Anders gesagt: Es ist kein Pixel auf dem anderen geblieben. Man müsste also annehmen, dass auch bei der Organisation, die das Logo symbolisieren soll, ein radikaler Umbruch stattgefunden hätte. Aber weit gefehlt: Der PRVA entwickelt sich zwar quantitativ und qualitativ weiter, jedoch Schritt für behutsamen Schritt. Keine Revolution weit und breit. Manche, darunter auch ich, schätzen den PR-Verband auch als eher konservative Organisation ein. Die fundamentale Abkehr von der CD-Vergangenheit erscheint daher ziemlich willkürlich.</p>
<p>Ich bin der letzte, der bestreitet, dass es hoch an der Zeit für eine Modernisierung auch des optischen Erscheinungsbildes des PRVA war. Bei der jetzt gewählten Lösung, die auf das Konto von gantnerundenzi geht, hat man jedoch das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Wenn ich nicht völlig auf der Seife stehe, was Markenführung und Markenentwicklung betrifft, dann wäre eine wohl überlegte, aber behutsame Modernisierung angebracht gewesen.</p>
<p><strong>Wortreiche Erläuterungen</strong></p>
<p>Es ist ein schlechtes Omen, wenn ein Logo (bzw. neues CD) wortreiche Erläuterungen benötigt, um die dahinter stehende Idee und Vision verständlich zu machen. Einiges ist arg trivial geraten, etwa die Begründung der schräg gestellten Schrift, welche die Aufwärtrsentwicklung der Branche und des Verbandes symbolisieren soll. Allerdings habe ich auch schon andere Interpretationen gehört, z.B. dass &#8220;der Verband in Schräglage geraten&#8221; sei oder dass beim Absaufen auch das Heck der &#8220;Titanic&#8221; einen Aufwärtstrend gezeigt habe.</p>
<p>Das sind zwar neckische (Um)deutungen, denen ich einen gewissen Unterhaltungswert abgewinnen kann, aber die eigentliche Kritik richtet sich gegen die arg simple Vorstellung, dass man eine jeder Organisation und jedem Unternehmen implizite Idee/Vision/Zielsetzung – die positive (Aufwärts)entwicklung – auch noch visualisieren müsse.</p>
<p>In der Presseaussendung des PRVA ist zu lesen, dass das neue Design &#8220;deutlich jünger und dynamischer&#8221; sei. Das mag für das neue CD insgesamt stimmen (ich kenne es noch nicht), für das Logo trifft es mit Bestimmtheit nicht zu. Das zentrale optische Element, die Kreisfläche, baut auf der undynamischsten aller geometrischen Grundformen auf: eben dem Kreis. Ein Kreis (oder eine Kugel oder eine Walze) wird erst in einem labilen Gleichgewicht dynamisch – allerdings geht es dann bergab.</p>
<p>Und noch ein interpretatorischer Einwand sei gegen das neue Logo ins Treffen geführt: Die Wortmarke &#8220;PRVA&#8221; ist komplett vom Kreis eingeschlossen, d.h. es wir ein Drinnen und ein Draußen konstituiert, eine Barriere. Eine, will mir scheinen, verunglückte Symbolik für einen Kommunikationsverband, dessen Tätigkeitskern darin besteht, Barrieren abzubauen, Verständnis herzustellen, Beziehungen zu etablieren und zu pflegen usw.</p>
<p>Wie sich das neue PRVA-Logo im Vergleich zu anderen Logos europäischer PR-Verbände macht, zeigt die folgende (unvollständige) Zusammenstellung:</p>
<div id="attachment_298" class="wp-caption alignnone" style="width: 535px"><img class="size-full wp-image-298" title="pr_logos_europa" src="http://www.virtualbites.com/wp-content/uploads/2009/10/pr_logos_europa.jpg" alt="Logos europäischer PR-Verbände" width="525" height="345" /><p class="wp-caption-text">Logos europäischer PR-Verbände</p></div>
<p>Das Urteil mögen sich die geneigten LeserInnen selber bilden.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Kleine Notiz für 2009</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Dec 2008 10:28:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Pirchner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Public Relations]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
		<category><![CDATA[Engagement]]></category>
		<category><![CDATA[soziale Relevanz]]></category>
		<category><![CDATA[Verantwortung]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn das, was wir tun in letzter Konsequenz nicht darauf abzielt, die Welt zu einem besseren Ort für alle zu machen – wozu sind wir dann gut?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nichts Weltbewegendes, nur so ein Gedanke, an den ich mich im kommenden Jahr (2009)  hin und wieder erinnern sollte – und meine PR-KollegInnen einladen möchte, das auch zu tun:</p>
<blockquote><p>Wenn das, was wir tun, in letzter Konsequenz nicht darauf abzielt, die Welt zu einem besseren Ort für alle zu machen – wozu sind wir dann gut?</p></blockquote>
<p>Krieg, Terror, Genozid, Sklaverei in einem nie zuvor da gewesenen Ausmaß, Klimakatastrophe (die zum &#8220;Klimawandel&#8221; verniedlicht wird), Wirtschaftskrise usw. usf.</p>
<p>Bis jetzt können wir auf uns nicht sonderlich stolz sein. Machen wir es 2009 besser.</p>
<p>Versuchen wir es wenigstens.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Gut beraten</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Dec 2008 14:33:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Pirchner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Public Relations]]></category>
		<category><![CDATA[CERP]]></category>
		<category><![CDATA[ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik-Rat]]></category>
		<category><![CDATA[Global Alliance]]></category>
		<category><![CDATA[PR-Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[pr-ethik-rat]]></category>

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		<description><![CDATA[Die PR-Branche hat sich schon am 12.12. ein, verfrühtes, Weihnachtsgeschenk zugedacht: Nach gut einem Jahr der Diskussionen und intensiven Vorbereitungsarbeiten hat der PR-Ethik-Rat unter dem Vorsitz des emeritierten Univ.-Prof. Dr. Wolfgang R. Langenbucher seine Tätigkeit aufgenommen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute ist ein guter Tag, wieder einmal einen Blogeintrag zu schreiben: Die halbe Welt ist mit anderen Dingen beschäftigt, nicht zuletzt damit, sich wild entschlossen in die richtige Weihnachtsstimmung zu versetzen. Das bedeutet (für mich) – Ruhe.</p>
<p>Die PR-Branche hat sich schon am 12.12. ein, verfrühtes, Weihnachtsgeschenk zugedacht: Nach gut einem Jahr der Diskussionen und intensiven Vorbereitungsarbeiten hat der <a title="Website des PR-Ethik-Rates, öffnet in neuem Fenster" href="http://www.prethikrat.at" target="_blank">PR-Ethik-Rat</a> unter dem Vorsitz des emeritierten Univ.-Prof. Dr. Wolfgang R. Langenbucher seine Tätigkeit aufgenommen.</p>
<p><span id="more-279"></span>Das ist zunächst einmal ein eminenter Schritt für die Selbstreinigung der Branche; denn auch wenn in den vergangenen Jahren der PRVA, der in seinen Statuten festgelegt hat, dass unethisches Verhalten bis zum Ausschluss aus dem Verband führen kann, so gut wie nie Anlass bzw. Handhabe für die Ahndung von Verstößen gehabt hat, ist doch allen mit den Usancen der PR- und der Medienszene Vertrauten klar, dass unlautere, unethische Praktiken vorkommen.</p>
<p>Der Einschränkung, nur gegenüber seinen Mitgliedern aktiv werden zu können (wie der PRVA) unterliegt der nach dem deutschen Vorbild konzipierte österreichische PR-Ethik-Rat nicht, was einen erheblichen Vorteil darstellt. Und er kann – und wird – auf eigene Initiative aktiv.</p>
<p><strong>Cops?</strong></p>
<p>Meine Einstellung zum PR-Ethik-Rat ist ambivalent: Zum einen stellt er eine große Chance dar, unabhängig von eventuellen Verbandsrücksichten und ungeachtet von Stand, Einfluss und Position der potenziellen &#8220;Delinquenten&#8221; Fälle zu untersuchen und, falls erforderlich, Empfehlungen auszusprechen oder auch jemanden an den Pranger zu stellen (auch wenn diese nicht Mitglieder der drei Trägerorganisationen sind).</p>
<p>Allerdings sieht sich der Ethik-Rat hier – in seiner &#8220;Cop&#8221;-Funktion, gewissermaßen – mit genau den gleichen Restriktionen konfrontiert wie der PRVA bisher: Wenn der Nachweis nicht hieb- und stichfest ist, gibt es eben keinen &#8220;Fall&#8221;. Diese Situation, dass die Wahrnehmung der Branche als ethische Profession davon abhängt, wie geschickt oder patschert die Agierenden im Verschleiern und Vertuschen unlauterer Vorgänge sind, empfinde ich als zutiefst unbefriedigend und als einen Schwachpunkt des Ethik-Rates (und der Ethik-Rat-Konzeption insgesamt).</p>
<p><strong>Großes Interesse in Europa</strong></p>
<p>Mit diesem Einwand bin ich nicht allein, noch ist es der einzige Vorbehalt, der auf europäischer bzw. internationaler Ebene geäußert wird. Die Bildung von nationalen Ethik-Räten bzw. auch die Schaffung eines europäischen Ethik-Rates für PR ist z.B. in der Task for Ethics and Professional Behaviours der CERP (Dachverband der europäischen PR-Verbände) wird seit einiger Zeit diskutiert, und das durchaus kontrovers.</p>
<p>Das Interesse an PR-Ethik-Räten ist groß: In Italien ist einer in Planung, das Ethik-Komitee in der Türkei soll restrukturiert werden und in einigen Ländern sind Factfinding-Prozesse im Gange. In anderen Ländern, wie zum Beispiel in Großbritannien, wäre ein Ethik-Rat aufgrund des Rechtssystems undenkbar, da jeder Rats-Spruch (oder auch nur die vorangehende Untersuchung) eine Prozesslawine in Gang setzen würde, die a) sehr kostspielig wäre und b) sich über viele Jahre hinziehen würde.</p>
<p><strong>Educator?</strong></p>
<p>Einen europäischen Ethik-Rat wird es daher in absehbarer Zukunft weder in einer &#8220;Cop&#8221;-Funktion noch als &#8220;2. Instanz&#8221; (für Beschwerdeführung) geben. Was allerdings denkbar ist und auch diskutiert wird, ist eine andere Rolle: nämlich als definitorische Instanz. Der Ethik-Rat untersucht und definiert, was ethisches Verhalten in der PR ist, und kommuniziert diese Positionen gegenüber der PR-Branche, den Medien, den Unternehmen usw.</p>
<p>Diese &#8220;Educator&#8221;-Rolle wünsche ich mir auch vom österreichischen PR-Ethik-Rat, noch mehr als dass er als &#8220;Cop&#8221; gute Arbeit leistet. Dazu wäre es aber nötig, dass er sich in den auf internationaler Ebene stattfindenden Diskurs über Ethik in der PR einklinkt, bzw. dass die entsprechenden Organisationen – also in erster Linie die <a title="Website der Global Alliance, öffnet in neuem Fenster" href="http://www.globalalliancepr.org/content/1/1/homepage" target="_blank">Global Alliance</a> und die <a title="Website des Dachverbandes der europäischen PR-Verbände" href="http://www.cerp.org/" target="_blank">CERP</a> – die bestehenden und die sich in Gründung befindenden nationalen Ethik-Räte zur Kooperation einladen und ihnen in den Gremien Sitz und Stimme geben.</p>
<p>Dem österreichischen Ethik-Rat wünsche ich viel Erfolg (das kann der PR-Branche nur gut tun), und den Rats-Mitgliedern, allen voran den aktiven PR-KollegInnen und -Kollegen, gratuliere ich zu ihrem Mut. Sie haben eine Aufgabe übernommen, mit denen sie sich wohl nur wenige Freunde schaffen werden.</p>
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		<title>Das Schnattern der Gänse</title>
		<link>http://www.virtualbites.com/index.php/2008/das-schnattern-der-gaense</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Dec 2008 14:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Pirchner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Public Relations]]></category>
		<category><![CDATA[ganzheitliches PR-Modell]]></category>
		<category><![CDATA[Graeme Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Maori]]></category>
		<category><![CDATA[PR-Gala]]></category>
		<category><![CDATA[Respekt]]></category>

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		<description><![CDATA[Es sind nicht immer die schwarzen Schafe, die eine ganze Gruppe in Misskredit bringen, manchmal reichen auch ein paar dumme Gänse. Zuletzt bei der PR-Gala des PRVA, als ein Rudel Tratschsüchtiger (leider muss ich hinzufügen: in der Mehrzahl PR-Tussis) nichts Wichtigeres zu tun hatte, als die hoch interessante Keynote des eigens aus Neuseeland angereisten PR-Lehrenden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es sind nicht immer die schwarzen Schafe, die eine ganze Gruppe in Misskredit bringen, manchmal reichen auch ein paar dumme Gänse. Zuletzt bei der PR-Gala des PRVA, als ein Rudel Tratschsüchtiger (leider muss ich hinzufügen: in der Mehrzahl PR-Tussis) nichts Wichtigeres zu tun hatte, als die hoch interessante Keynote des eigens aus Neuseeland angereisten PR-Lehrenden und -Praktikers Graeme Sterne durch ihr unablässiges und keineswegs zurückhaltendes Geschnatter empfindlich zu stören.</p>
<p>Dabei war die Präsentation – das gesamtheitliche PR-Modell der Maori-Kultur – geradezu auf diese arroganten Rüpel zugeschnitten. Darin geht es nämlich unter anderem um Respekt: den Respekt gegenüber anderen, deren kulturellen, individuellen und spirituellen Kontext. (Die Keynote gibt es als <a title="PRVAnews.cast 17 von der PR-Gala 2008" href="http://news.prva.at/index.php/weblog/prvanewscast17_prgala2008/" target="_blank">Podcast</a> und als Video-Mitschnitt – <a title="Graeme Sterne Teil 1" href="http://www.youtube.com/watch?v=65KHqJr4RHo" target="_blank">1</a> und <a title="Graeme Sterne Teil 2" href="http://www.youtube.com/watch?v=mJqpPw_VQPk" target="_blank">2</a> – des <a href="http://jukreiz.wordpress.com/" target="_blank">JUKreiz</a>-Teams.).</p>
<p><span id="more-273"></span></p>
<p>Man muss dieses Modell nicht toll finden (obwohl es weit umfassender, eben ganzheitlich, ist als das amerikanisch/europäische), aber es ist überaus lehrreich , sich mit den Details zu befassen. Und wenn man schon so arrogant und egozentrisch ist, dass es zu einem respektvollen Umgang mit anderen Kulturen nicht reicht, sollte man sich doch – sofern man denn je welche besessen hat – der guten Manieren entsinnen, die Bestandteil der westlichen Zivilisation sind. Wenn Zuhören können eine der markanten Eigenschaften von PR-Profis ist, dann waren die DauerschwätzerInnen vermutlich ohnehin keine.</p>
<p>P.S.: &#8220;Das Schnattern der Gänse&#8221; klingt irgendwie nach einem Filmtitel, so ähnlich wie &#8220;Das Schweigen der Lämmer&#8221;.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Ihre Stimme, bitte!</title>
		<link>http://www.virtualbites.com/index.php/2008/ihre-stimme-bitte</link>
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		<pubDate>Tue, 21 Oct 2008 11:25:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Pirchner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Public Relations]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikator des Jahres]]></category>
		<category><![CDATA[PR-Gala]]></category>
		<category><![CDATA[PRVA]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit 1995 vergibt der PRVA jährlich die Auszeichnung &#8220;KommunikatorIn des Jahres&#8221; an Personen des öffentlichen Lebens, die &#8211; obwohl sie keine professionellen KommunikatorInnen sind &#8211; sich durch außergewöhnliche Kommunikationsleistungen hervor getan haben. Seit ein paar Jahren fällt die Entscheidung nicht mehr nur durch die Meinungsbildung der zehnköpfigen Jury, sondern zusätzlich auf der Basis eines Publikums-Votings. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit 1995 vergibt der <acronym title="Public Relations Verband Austria">PRVA</acronym> jährlich die Auszeichnung <a title="Link öffnet in neuem Fenster oder Tab" href="http://www.prva.at/events/kommunikatordesjahres.html" target="_blank">&#8220;KommunikatorIn des Jahres&#8221;</a> an Personen des öffentlichen Lebens, die &#8211; obwohl sie keine professionellen KommunikatorInnen sind &#8211; sich durch außergewöhnliche Kommunikationsleistungen hervor getan haben. Seit ein paar Jahren fällt die Entscheidung nicht mehr nur durch die Meinungsbildung der zehnköpfigen Jury, sondern zusätzlich auf der Basis eines Publikums-Votings.</p>
<p>Alle Interessierten, die sich an der diesjährigen Kür der/des KdJ beteiligen möchten, haben <span style="text-decoration: line-through;">noch bis zum 23. Oktober, 23:59:59 Uhr Zeit dazu</span> die Frist versäumt. Fünf KandidatInnen <span style="text-decoration: line-through;">stehen</span> standen zur (anonymen) Online-Wahl: Dan Ashbel (israelischer Botschafter in Österreich), Richterin Claudia Bandion-Ortner, Belvedere-Direktorin Agnes Husslein-Arco, Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler und Universitätsprofessorin Ruth Wodak.</p>
<p>Das Wahlergebnis wird im Rahmen der <a title="Link öffnet in neuem Fenster oder Tab" href="http://www.prva.at/events/staatspr_2008.html" target="_blank">PR-Gala</a> am 26. November bekannt gegeben.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Habemus.</title>
		<link>http://www.virtualbites.com/index.php/2008/habemus</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Oct 2008 15:05:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Pirchner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Public Relations]]></category>
		<category><![CDATA[PR-Professur]]></category>
		<category><![CDATA[PRVA]]></category>
		<category><![CDATA[Szyszka]]></category>

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		<description><![CDATA[Es wurde auch Zeit. Seit heute ist bekannt, wer die vom PRVA gestiftete PR-Professur (die erste PR-Professur in Österreich überhaupt) innehaben wird. Mit Peter Szyszka, dem bisherigen Professor für Organisationskommunikation an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, wurde eine vielversprechende Wahl getroffen. Prof. Szyszka wird ab dem Wintersemester 2008/2009 an der Uni Wien lehren und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es wurde auch Zeit. Seit heute <a title="Artikel in den PRVAnews" href="http://news.prva.at/index.php/weblog/more/peter_szyszka_prva_stiftungsprofessur/">ist bekannt</a>, wer die vom PRVA gestiftete PR-Professur (die erste PR-Professur in Österreich überhaupt) innehaben wird. Mit Peter Szyszka, dem bisherigen Professor für Organisationskommunikation an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, wurde eine vielversprechende Wahl getroffen.</p>
<p>Prof. Szyszka wird ab dem Wintersemester 2008/2009 an der Uni Wien lehren und forschen. Vorerst für zwei Jahre (für diesen Zeitraum wird der Lehrstuhl aus den Mitteln des Wissenschaftlichen Senats des PRVA finanziert). Danach wird – hoffentlich – die Professur von der Uni Wien selber weiter betrieben. Alles andere wäre eine Schande.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ausweg für die Königskinder?</title>
		<link>http://www.virtualbites.com/index.php/2008/ausweg-fur-die-konigskinder</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Sep 2008 10:31:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Pirchner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Public Relations]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[pr]]></category>
		<category><![CDATA[pr-branche]]></category>
		<category><![CDATA[zentrales register]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem ich vor ein paar Tagen ordentlich Dampf abgelassen habe, kommt jetzt der konstruktive Vorschlag, für den sich vielleicht auch Georg Holzer erwärmen kann (der mir meine scharfe Replik anscheinend nicht krumm nimmt; jedenfalls redet er noch mit mir . Die Ausgangssituation ist bekannt und so alt wie die beiden Berufsgruppen: JournalistInnen hie, PR-Leute da. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem ich vor ein paar Tagen ordentlich <a title="Offener Brief an Georg Holzer" href="http://www.virtualbites.com/index.php/2008/offener-brief-an-georg-holzer">Dampf abgelassen</a> habe, kommt jetzt der konstruktive Vorschlag, für den sich vielleicht auch <a title="Der Stein des Anstoßes" href="http://www.georgholzer.at/blog/2008/09/03/der-pr-fehlt-ein-link/">Georg Holzer</a> erwärmen kann (der mir meine scharfe Replik anscheinend nicht krumm nimmt; jedenfalls redet er noch mit mir <img src='http://www.virtualbites.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> .</p>
<p>Die Ausgangssituation ist bekannt und so alt wie die beiden Berufsgruppen: JournalistInnen hie, PR-Leute da. Ihre Beziehung ist komplex und wird von subtilen Faktoren beeinflusst. Beiden ist bewusst, dass sie voneinander abhängig sind und einander brauchen: Für die PR sind Medien ein wichtiger Partner und Multiplikator der eigenen Botschaften; und die JournalistInnen könnten ohne die Leistungen der PR nicht aus dem riesigen Reservoir an Informationen schöpfen, das ihnen heute zur Verfügung steht.</p>
<p>Soweit die Idylle. In der Realität spießt es sich aber oft, zu oft, an allen Ecken und Enden. Nicht immer ist professioneller Umgang und gegenseitiger Respekt die Grundlage der Beziehung. Mich interessiert hier aber nicht die Schuldzuweisung (den Schwarzen Peter erhält in der Eigenwahrnehmung ohnehin immer die Gegenseite zugeschoben), sondern eine mögliche Lösung zumindest einiger Probleme der Media Relations.</p>
<p><span id="more-250"></span></p>
<p>Die Auflistung einiger Eckpfeiler scheint mir aber hilfreich:</p>
<ul>
<li>In Summe gesehen, ist der Output an Pressemeldungen, den die PR-Branche produziert, viel zu groß. Was immer die Beweggründe sein mögen (Umsatzvolumen, Druck seitens der Auftraggeber etc.), es werden zuviele &#8220;Nicht-Geschichten&#8221; in die Welt gesetzt. Weniger Quantität, mehr Qualität bei den Press Releases – das wäre schon ein Teil der Miete.</li>
<li>Viele Presseaussendungen werden nach dem Gießkannen-Prinzip distribuiert (ich habe das einmal <a href="http://www.virtualbites.com/index.php/2006/pumpgun-pr"><em>P.u.mpgun-PR</em></a> genannt, was mir eine Menge <em>Pageviews</em> – allerdings von der falschen Zielgruppe – eingebracht hat). Eine Aussendung, wahllos verteilt nach dem Prinzip, dass es irgendwo schon auf fruchtbaren Boden fallen wird. Die Medien verlangen aber, ganz zu Recht, nach treffgenauen Informationen, sowohl inhaltlich und in der Aufbereitung als auch in der Adressierung.</li>
<li>Die Wünsche der JournalistInnen werden zu wenig respektiert bzw. wird erst gar nicht an eine Feedback-Möglichkeit gedacht (z.B. eine <em>Opt-Out</em>-Funktion bei Presseaussendungen). Ich verstehe schon, dass manch einer aus der recherchierenden und schreibenden Zunft – wie z.B. Georg Holzer &#8211; angesichts dieses anhaltenden Unverständnisses fuchsig wird.</li>
<li>Die Medienbranche ist, wie die PR auch, sehr dynamisch, um nicht zu sagen: wuselig. Das hat zur Folge, dass es ungemein aufwändig ist, über den jeweiligen Status einzelner JournalistInnen <em title="auf dem Laufenden" lang="fr">à jour</em> zu bleiben. Für kleine Agenturen und Einzelberater ist das nur schwer (wenn überhaupt) zu bewältigen.</li>
<li>JournalistInnen sind in ihren Verhaltensweisen, sagen wir es einmal so: originell. Sie haben alle ihre Vorlieben, Routinen, Marotten, die nicht unter einen Hut zu bringen sind (und auch nicht gebracht werden sollen).</li>
</ul>
<p><em lang="en">Let&#8217;s do some math:</em></p>
<p>Wenn man von den internationalen Schätzungen ausgeht, dass ca. 15% der PR-Treibenden in einem Land in einem Verband organisiert sind, dann müsste es in Österreich ca. 4000 PR-Leute geben (davon rund 550 Mitglieder im PRVA). Diesen stehen 13-15.000 JournalistInnen gegenüber. Nehmen wir einmal an, dass alle PR-Leute alle JournalistInnen per Telefon kontaktieren, um heraus zu finden, wie, wann, mit welchen Mitteln, für welche Unternehmen und mit welchen Themen sie beliefert werden wollen, und veranschlagen wir dafür (knapp bemessene) 3 Minuten, dann wären für diese simple, aber erforderliche Maßnahme schlappe 180 Mio Minuten, 3 Mio Stunden, 125.000 Tage bzw. 2.404 Jahre aufzuwenden. Jedes Mal. *)</p>
<p>Das kann niemand ernsthaft wollen. 2.404 mehr oder minder hoch bezahlte Personen-Jahre Arbeit (oder knapp 100 Mio Euro), nur um zu eruieren, wie PR und JournalistInnen miteinander umgehen sollen? Diese Ressourcen können bzw. müssen sinnvoller genutzt werden, z.B. für die qualitative Verbesserung von Presseaussendungen (differenzierter, diversifizierter, treffgenauer, multimedialer usw.)</p>
<p><strong>Wie könnte eine Lösung aussehen?</strong></p>
<p>Ich behaupte nicht, den Stein der Weisen gefunden zu haben. Allerdings bin ich überzeugt, dass mit den heute zur Verfügung stehenden Mitteln (nicht zuletzt des <em>Web 2.0</em>) ein Weg gefunden werden kann, der alle Beteiligten vom Zeit-/Kostenaufwand minimal belastet, die Arbeit und die Beziehung der beiden Branchen entlastet und entkrampft und auch ökonomisch sinnvoll ist.</p>
<p>Grundlage sind zwei Dinge:</p>
<ul>
<li>Kooperationsbereitschaft, v.a. auf Seiten der JournalistInnen</li>
<li>eine verlässliche technische Applikation</li>
</ul>
<p>Basis wäre eine Art zentrales &#8220;Register&#8221; (ich weiß, das klingt ungemein bürokratisch, es handelt sich aber nur um einen deskriptiven Arbeitsbegriff), in dem die österreichischen JournalistInnen ihre Daten selber – idealerweise in Echtzeit – pflegen. D.h. dort können sie deponieren, für welche Medien sie arbeiten, für welche Ressorts, welche thematischen Schwerpunkte sie beackern, wann und wie (über welche Kommunikationskanäle) sie kontaktiert werden wollen usw. usf. Das ist insofern effizient, da Datenaktualisierungen nur dann vollzogen werden müssen, wenn sich tatsächlich etwas geändert hat &#8211; dies dafür aber in Echtzeit. Und JournalistInnen bleiben von Anfragen der PR-Leute verschont, ob sich etwas an ihren Daten geändert hat.</p>
<p>Der Vorteil für die PR-Branche liegt m.E. auf der Hand: Agenturen, Einzelberater und Inhouse-PR-Abteilungen müssten keine eigenen Verteiler mehr führen, da sie ein ständig aktuelles Datenreservoir zur Verfügung hätten. Und wenn sie dennoch auf einem eigenen Verteiler bestehen (weil sie z.B. internationale Medien ebenfalls zu berücksichtigen haben), dann können sie diesen über eine definierte Schnittstelle jeweils auf den neuesten Stand bringen.</p>
<p>Und noch ein Vorteil eines zentralen Registers: Es könnte auch jene Blogger aufnehmen, die an aktuellen Informationen von Unternehmen und Organisationen interessiert sind.</p>
<p><strong>Wer macht, wer zahlt?</strong></p>
<p>Eigentlich ist die Frage, wer zahlt, müßig, wenn ich mir die Kosten der oben angestellten Aufwandskalkulation für die Datenerhebung anschaue. Kommerzieller Nutznießer wären die PR-Treibenden, da sie sich – im Idealfall – die Erstellung eines eigenen Verteilers ersparen (für kleine Agenturen und Einzelberater würde dadurch übrigens ein nennenswerter Wettbewerbsnachteil wegfallen). D.h. sie können durchaus die Kosten übernehmen (in Form eines jährlichen oder monatlichen Mitgliedsbeitrages).</p>
<p>Für die JournalistInnen sollte der Zugang kostenlos sein, da sie ja die Leistung in Form der Datenpflege erbringen (auch wenn sie insofern Nutznießer sind, als sie von sinnlosen, fehladressierten Presseaussendungen verschont bleiben und dadurch mehr Zeit für eigene Recherchen übrig haben).</p>
<p>Und wer soll&#8217;s machen? Naheliegenderweise müsste für ein derartiges Projekt eine organisierte Willensbildung für den notwendigen Motivationsschub sorgen, d.h. es sollten jene Organisationen kooperieren, die die Interessen der PR-Branche und der Medien repräsentieren (also z.B. <a title="Public Relations Verband Austria" href="http://www.prva.at/index2.html">PRVA</a>, Fachverband, die zuständigen Sektionen der <a title="Gewerkschaft für Kunst,Medien,Sport und freie Berufe" href="http://www.kmsfb.at/servlet/ContentServer?pagename=S02/Page/Index&amp;n=S02_7.2">KMSfB</a> usw.).</p>
<p>Wer die technische Umsetzung übernimmt, ist mir – offen gestanden – egal. Es wäre nur schön, wenn ein derartiges Projekt bald Gestalt annehmen könnte. Falls es außer mir sonst noch jemand für wünschenswert und sinnvoll erachten sollte.</p>
<p><strong>Nachtrag</strong></p>
<p>Es versteht sich von selbst, dass es – sollte so eine Plattform erst einmal bestehen – keine Ausreden mehr gibt. Weder für die eine, noch für die andere Seite <img src='http://www.virtualbites.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>&#8212;</p>
<p><em>*) Mir ist der &#8220;Milchmädchen&#8221;-Charakter dieser Rechnung bewusst, es geht aber nicht um eine bis in die 10. Nachkommastelle genaue Kalkulation, sondern um die Veranschaulichung der Dimension, und da ist es schon egal, ob es 100, 500 oder 2.404 Personen-Jahre sind.</em></p>
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		<title>Offener Brief an Georg Holzer</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Sep 2008 12:39:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Pirchner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Public Relations]]></category>
		<category><![CDATA[georg holzer]]></category>
		<category><![CDATA[journalismus]]></category>
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		<category><![CDATA[pranger]]></category>
		<category><![CDATA[presseaussendung]]></category>

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		<description><![CDATA[Georg Holzer, Journalist bei der Kleinen Zeitung in Kärnten, hat auf seinem Blog gestern die große Keule ausgepackt und meint, diese der PR-Branche über die Rübe ziehen zu müssen. Er fühlt sich nämlich belästigt von der großen Anzahl an Presseaussendungen, die ihn nicht interessieren, aber dennoch erreichen.  Große Keulen haben den Nachteil, nicht besonders treffsicher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Georg Holzer, Journalist bei der <em>Kleinen Zeitung</em> in Kärnten, hat auf seinem Blog gestern <a title="Georg Holzer meint, der PR fehle ein Link" href="http://www.georgholzer.at/blog/2008/09/03/der-pr-fehlt-ein-link/">die große Keule</a> ausgepackt und meint, diese der PR-Branche über die Rübe ziehen zu müssen. Er fühlt sich nämlich belästigt von der großen Anzahl an Presseaussendungen, die ihn nicht interessieren, aber dennoch erreichen.  Große Keulen haben den Nachteil, nicht besonders treffsicher zu sein und zu viele Kollateralschäden zu verursachen.</p>
<p>Da ich mit Georg, den ich im Übrigen sehr schätze (nur nicht in dieser Frage <img src='http://www.virtualbites.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> , über das Thema schon auf <a title="PR online: Geliebt, gehasst, verpönt?" href="http://edwohlfahrt.blogs.com/blogdog/2008/08/pr-online-geliebt-gehasst-verp%C3%B6nt.html">Ed Wohlfahrts Blog</a> diskutiert habe, pfeife ich hier auf Deeskalation und widme ihm folgenden Offenen Brief:</p>
<p><strong>Lieber Georg,</strong></p>
<p>welcher Teufel hat dich denn geritten oder hat deine schon pathologisch anmutende Antipathie gegen die PR-Branche jetzt auch die letzten Ventile überwunden? Deine Pranger-Aktion ist dumm, kontraproduktiv und unoriginell: Dumm, weil sie am eigentlichen Problem vorbei geht (und das weißt du, denn wir haben lagen genug darüber debattiert); kontraproduktiv, weil sie nicht nur keine generell praktikable Lösung bietet, sondern das (Reiz-)Klima zwischen beiden Berufsgruppen vergiftet; unoriginell, weil <a href="http://www.virtualbites.com/index.php/2007/anderson-notwehrueberschreitung">das Thema</a> schon vom <em>Wired</em>-Chefredakteur Chris Anderson (vor gerade mal zehn Monaten) abgefrühstückt wurde.</p>
<p><span id="more-245"></span></p>
<p>Du hast zwar das Problem geortet: Einige/mehrere/viele PR-Abteilungen und -Agenturen verschicken (zu) viel Presseaussendungen mit a) uninteressanten Meldungen und b) an die falschen JournalstInnen. Okay, das müsste – angesichts der technischen Möglichkeiten: darf – nicht sein. Passiert trotzdem. <em>Shit happens</em>. Da hat die PR-Branche sicher einiges ins Reine zu bringen. Aber: wenn ich mir deine <em>Rote Liste</em> anschaue, scheinst du ja nicht einmal in der Lage zu sein, PR und Marketing bzw. andere Kommunikationsfunktionen auseinander zu halten. Birnen und Äpfel, das gibt bestenfalls Kompott.</p>
<p>Deine (allgemeine) &#8220;Lösung&#8221; ist putzig: Natürlich kann jede/r JournalistIn selber entscheiden, welche Pressemitteilung von welchem Unternehmen er/sie haben möchte. Aber genauso hat jedes Unternehmen das Recht, Aussendungen an Medien/JournalistInnen zu schicken, von denen sie (optimalerweise aus gutem Grund) annehmen kann, dass sie in deren Themenkreis/Ressort fällt. Die Idee mit dem <em>Subscribe</em>-Button ist nett, nur scheitert sie daran, dass sie a) nicht garantiert, dass nur interessante Sachen den Subscriber erreichen und b) dass einige/viele/die meisten JournalistInnen zu faul/desinteressiert/unfähig sind, diesen Button auch zu klicken. (Ich weiß schon, das ist jetzt genau so ungerecht wie die Ausfälle des G.H. und wurde genau deswegen so geschrieben.)</p>
<p>RSS wäre eine elegante Lösung, die allerdings daran scheitert, dass weder PR noch JournalistInnen darüber ausreichend Bescheid wissen bzw. es einsetzen. Da hättest du dir Verdienste um das Wohlergehen beider Branchen erwerben können, indem du die ganze Energie für einen Kreuzzug für RSS stecktest, statt sie für einen blindwütigen Rundumschlag zu verfeuern.</p>
<p><strong>Bringschuld – Holschuld</strong></p>
<p>Du gestehst zwar zu, dass es schwierig sei &#8220;eine Datenbank zu führen, die alle Interessen der einzelnen Journalisten beinhaltet&#8221;, insinuierst aber gleichzeitig, dass das eine von der PR-Branche zu leistende Aufgabe sei. Das ist ganz schön arrogant. Wenn, dann sollten beide Seiten das Ihre dazu beitragen. Auch hier: dafür würde sich die Energie lohnen, und ich bin sicher, dass der PRVA (dessen Mitglied ich zwar bin, für den ich aber nicht spreche) für alle Initiativen in diese Richtung ein offenes Ohr hat. Wo, bitte, tut den die Schreibende Zunft etwas, um ihre Interessen – detailliert und aktuell gepflegt – zentral abrufbar zu machen? Warum soll die PR-Branche eine Menge Zeit, Hirnschmalz und Geld dafür aufwenden, den JournalistInnen hinterher zu hecheln und herauszufinden, wo sie gerade womit beschäftigt sind? (Zum Großteil tut sie es ja ohnehin.)</p>
<p>Primadonna spielen und, wenn mal etwas nicht klappt, kreischen wie die Kreide an der Schiefertafel, ist nicht nur ineffizient, es ist auch – mit Verlaub – pubertär.</p>
<p><strong>Georgs Lösung</strong></p>
<p>Mit deiner Lösung bin ich einverstanden. Wer dir nicht passt, kommt in den Spam-Filter. Klare Ansage. Gutes Recht. Aber das berechtigt dich nicht dazu, jene Firmen öffentlich anzuprangern, nur weil sie dir einmal/manchmal/öfters Presseaussendungen zugeschickt haben, die dir nicht in den Kram passen oder mit deinem professionellen Fokus nichts zu tun haben.</p>
<p>Wo es mir aber die Haare aufstellt, ist die Argumentation: sie hätten keinen Unsubscribe-Link in ihren Aussendungen. Was soll das denn? Selbst wenn es anzuraten ist, solche Feedback-Möglichkeiten einzubauen, so gibt es – meiner Meinung nach (aber ich bin kein Anwalt) – keinerlei Verpflichtung dazu, also auch nichts, weswegen irgend jemand anzuprangern wäre. Aus unserer Diskussion weiß ich, dass du dich gerne auf den §107(2) des TKG aus 2003 berufst. Es entgeht dir dabei, dass Presseaussendungen implizit und explizit Bestandteil der professionellen (beruflichen) Beziehung zwischen JournalistInnen und Unternehmen/Organisationen/Agenturen sind.</p>
<p>Kleines Gedankenexperiment: Was würde passieren, wenn die PR-Branche alle JournalistInnen und Medien an den Pranger stellen würde, die unrichtige, unvollständige, falsche, verdrehte etc. Dinge über die Unternehmen geschrieben haben bzw. schreiben, obwohl sie ausreichend mit Fakten versorgt wurden? Was für eine Liste das erst ergäbe. Und wenn die Unternehmen/PR-Agenturen diese Medien/JournalistInnen nicht mehr mit Informationen versorgten, würden 70% der Seiten der Printmedien leer bleiben.</p>
<p><strong>Pranger = Mittelalter</strong></p>
<p>Die Methode, unliebsame PR-Agenturen an den Pranger zu stellen, habe ich schon bei Chris Anderson als Notwehrüberschreitung empfunden. Es ist ein mittelalterliches Strafmittel. Und auch wenn es deinem Ego vielleicht wohl tut, Richter und Henker in Personalunion zu spielen: Du überschreitest damit eine Grenze – und ich bin mir nicht sicher, ob dir klar ist, was du da tust.</p>
<p>Über die Verhältnismäßigkeit der Mittel will ich mir gar nicht erst den Kopf zerbrechen, das sollen die Juristen oder Philosophen oder Moraltheologen machen.</p>
<p>Ganz pragmatisch aber: Wenn du mit dem Informationsaufkommen (&#8220;100 E-Mails am Tag&#8221;) nicht klar kommst, solltest du dir überlegen, ob du wirklich den richtigen Job gewählt hast.</p>
<p>***</p>
<p>Disclaimer: <em>Obwohl Inhaber einer PR-Agentur zählen Media Relations nicht zum Angebotsumfang unserer Agentur. In früheren Positionen habe ich jedoch beide Seiten kennen gelernt: als Journalist und als PR-Mitarbeiter. Die Probleme, die die beiden Branchen miteinander haben, sind mir aus erster Hand geläufig. Als Journalist – vor mehr als 20 Jahren – sind täglich mehrere Dutzend Aussendungen (in Papier und im verschlossenen Kuvert) auf meinem Schreibtisch gelandet, der Großteil von geringem bis nicht vorhandenem Informationsgehalt. Wir haben damals den Kopf geschüttelt und die Rundablage gefüttert. Möglicherweise werden heutige JournalistInnen ja mit Mimosen gefüttert.</em></p>
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		<title>Wahlzeit. Na Mahlzeit!</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Aug 2008 09:43:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Pirchner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Public Relations]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein sportliches Großereignis jagt das andere. Zuerst die olympischen Sommerspiele, jetzt der Marathon um die preziösen Stimmen des Wahlvolkes. Einen Monat lang, von heute gerechnet, wetteifern PolitikerInnen und ihre beratenden Stäbe darin, ideologische Grundlagen zu griffigen Plakatslogans und komplexe gesellschaftspolitische Weichenstellungen zu publikumswirksamen Wahlkampfsagern zu dehydrieren. In einem Monat ist das skurrile Schauspiel vorbei, und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein sportliches Großereignis jagt das andere. Zuerst die olympischen Sommerspiele, jetzt der Marathon um die preziösen Stimmen des Wahlvolkes. Einen Monat lang, von heute gerechnet, wetteifern PolitikerInnen und ihre beratenden Stäbe darin, ideologische Grundlagen zu griffigen Plakatslogans und komplexe gesellschaftspolitische Weichenstellungen zu publikumswirksamen Wahlkampfsagern zu dehydrieren. In einem Monat ist das skurrile Schauspiel vorbei, und wir bekommen die Rechnung dafür präsentiert, den simplizifierten Einflüsterungen der Handlungsreisenden in Sachen Mandaten so oder so erlegen zu sein.</p>
<p>Dass das Wahlkampfareal aber nicht gänzlich zur durchemotionalisierten, denkbefreiten Zone degenerieren muss, zeigen zwei Projekte, die allen ernsthaft an politischen Fragen interessierten Menschen ans Herz gelegt seien:</p>
<p><span id="more-239"></span></p>
<p><strong>Medienbeobachtung Nationalratswahl 08</strong></p>
<p>Max Kossatz hat sein Blog &#8220;Wissen belastet&#8221; um eine Seite <a title="Aggregierte Meldungen zur österreichischen Nationalratswahl 2008" href="http://wahl08.wissenbelastet.com/">&#8220;Medienbeobachtung Nationalratswahl 08&#8243;</a> erweitert, die – quasi in Echtzeit – einen umfassenden Überblick über Beiträge nicht nur in traditionellen Medien (Print, Agenturmeldungen), sondern auch in Blogs, Foren und auf <em>twitter</em> zur Verfügung stellt. Diese <em>Content Aggregation</em> ist zwar für sich genommen schon eine praktische Angelegenheit (und der Förderung politischer Mündigkeit dienlich), zu einem bemerkenswerten Instrument wird sie durch die textanalytischen Auswertungen und deren grafische Darstellung. Garniert wird das durch Fotos und Videos sowie aktuellen Screenshots der Startseiten der Parteien-Websites.</p>
<p><strong>meinparlament.at</strong></p>
<p>Das zweite Projekt, auf das ich durch eine <em>twitter</em>-Meldung (ein <em>tweet</em>) von <a title="Thomas Burg auf twitter" href="http://twitter.com/thobu">Thomas Burg</a> aufmerksam gemacht wurde, nennt sich <a title="Plattform der direkten Demokratie" href="http://www.meinparlament.at/">meinparlament.at</a>, ein Non-Profit-Projekt des Vereins Politik Transparent. Die strukturelle und Design-Ähnlichkeit mit <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de">abgeordnetenwatch.de</a> erklärt sich aus der Kooperation mit deren (deutschen) Betreiber-Verein Parlamentwatch e.V. Ziel ist es, sowohl mehr Transparenz in die Vorgänge in den Volksvertretungsorganen (dzt. auf Parlament und EU-Parlament begrenzt, das deutsche Vorbild erfasst weitere Gremien) zu bringen, alsauch die handelnden Personen erkennbarer werden zu lassen.</p>
<p>Dass es nicht bei einer reinen Informationsseite bleibt, dafür sorgt die Möglichkeit, den ParlamentarierInnen (bzw. derzeit den KandidatInnen zur NRW 08) Fragen zu ihren politischen Positionen und Absichten zu stellen. Die Reaktionsfreudigkeit der PolitikerInnen (bzw. deren Stäbe) ist unterschiedlich: Einige Anfragen harren schon seit einer Woche ihrer Beantwortung. Ob sich meinparlament.at tatsächlich zu einem Instrument der direkten Demokratie wird mausern können, steht in den Sternen.</p>
<p>Wenn man sich die Reaktionen der PolitikerInnen so ansieht, halten wohl die meisten diese Plattform nur für einen weiteren Kanal, auf dem sie ihre vorgefertigten Sprechblasen und Textbausteine absondern können, aber nicht für ein Instrument des Dialogs mit ihrem (angeblichen) Souverän, dem Volk. Aber auch die Fragesteller scheinen mitunter den Reihen der jeweiligen ParteisoldatInnen entsprungen zu sein: Zu offensichtlich gerierern sie sich als Stichwort-Lieferanten für den eigenen und als Stichler gegen die konkurrierenden Kandidaten.</p>
<p><strong>Weit voraus</strong></p>
<p>Den Eindruck, es wieder einmal mit einer typisch österreichischen Lösung zu tun zu haben (nur ned anecken), werde ich einfach nicht los. meinparlament.at ist, jedenfalls bisher, wie eine Drohgeste mit dem Schaumgummihammer. Für weiter reichende Schritte, z.B. die Bevölkerung in die Datensammlung über PolitikerInnen zu involvieren, hat möglicherweise der Mut oder die Einsicht gefehlt.</p>
<p>Wie man das macht, hüpfen uns schon seit Jahren die US-Amerikaner, etwa mit <a href="http://www.sourcewatch.org/index.php?title=Congresspedia"><em>Congresspedia</em></a>, einem Bestandteil der <em>Sourcewatch Encyclopedia</em>, dem <a title="The Voters Self-Defense System" href="http://www.votesmart.org/index.htm"><em>Project Vote Smart</em></a> (Untertitel: The Voters&#8217; Self-Defense System) u.v.a vor. Da hätte meinparlament.at durchaus etwas mehr abkupfern können.</p>
<p>Aber immerhin, ein Anfang. Und er sollte ausreichen, den in der politischen PR Tätigen ein paar schlaflose Nächte zu bereiten.</p>
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		<title>Pimp My Press Release</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Aug 2008 11:18:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Pirchner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Public Relations]]></category>
		<category><![CDATA[barcamptraunsee]]></category>
		<category><![CDATA[bcts]]></category>
		<category><![CDATA[olaf nitz]]></category>
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		<category><![CDATA[social media press release]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf dem BarCamp Traunsee (22.-23.8.2008) hat sich Olaf Nitz (martrix) in einer Präsentation der Frage genähert, ob bzw. was Social Media News Release (auch Social Media Press Release oder nur Social Media Release genannt) bringen kann und wie er – möglicherweise – das Verhältnis von PR zu Medien und/oder Blogosphäre beeinflussen könnte. Die kurze, nichtsdestotrotz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf dem <a title="BarCamp Wiki" href="http://www.barcamp.at/BarCamp_Traunsee">BarCamp Traunsee</a> (22.-23.8.2008) hat sich Olaf Nitz (<a href="http://martrix.at/die-martrix/team/">martrix</a>) in einer Präsentation der Frage genähert, ob bzw. was <em lang="en">Social Media News Release</em> (auch <em lang="en">Social Media Press Release</em> oder nur <em lang="en">Social Media Release</em> genannt) bringen kann und wie er – möglicherweise – das Verhältnis von PR zu Medien und/oder Blogosphäre beeinflussen könnte.</p>
<p>Die kurze, nichtsdestotrotz aufschlussreiche Vorstellung des Konzepts und der verschiedenen derzeit eingesetzten technischen Lösungen (<em><a href="http://mediapitch.ning.com/">PitchEngine</a></em>, <em><a href="http://www.prxbuilder.com/x2/">PRX Builder</a></em>, <em><a href="http://www.edelman.com/news/storycrafter/default.aspx?hid=171">StoryCrafter</a></em> u.a.), mit denen die durch verschiedene (<em lang="en">Social Media</em>)-Formate angereicherten Presseaussendungen generiert werden können, hat offensichtlich nicht den Verständnisnerv der <a title="Wikipedia-Eintrag BarCamp" href="http://de.wikipedia.org/wiki/BarCamp">BarCamp</a>er getroffen.  Die abschätzige Einstufung als <a href="http://wissenbelastet.com/2008/08/25/nachbetrachtung-barcamp-traunsee/">&#8220;quantitatives Rechtfertigungstool für PR-Agenturen&#8221;</a>, die damit nur den Auftraggebern zeigen wollten, wie emsig sie gearbeitet hätten (und dabei Journalisten und Bloggern auf den Geist gegangen sind) geht aber – abgesehen davon, dass sie jeglicher Grundlage entbehrt – am eigentlichen Problem vorbei.</p>
<p><span id="more-233"></span></p>
<p>Der Begriff <em lang="en">Social Media Press Release</em> ist eine Mogelpackung, weil zwar <em lang="en">Social Media Tools</em> wie Flickr, YouTube, RSS-Feeds, Blogs, twitter usw. eingesetzt werden, aber nicht um auf kollaborative und interaktive Weise einen sozialen und/oder kommunikativen Mehrwert zu schöpfen. Ziel scheint eher – jedenfalls der beobachtbaren marginalen <acronym title="Social Media Press Release"><em>SMPR</em></acronym>-Praxis nach zu schließen –, die Botschaft auf möglichst vielen Kanälen zu platzieren. Das ist <em title="für sich genommen">per se</em> nicht negativ (sofern die vermittelten Inhalte sinnvoll und nützlich sind), aber es ist halt konventionelle Pressearbeit; nur die Mittel sind neu.</p>
<p>Die Erweiterung herkömmlicher, mit den üblichen Textprogrammen erstellter Presseaussendungen um weitere Formate (und deren Deponierung auf <em lang="en">Social Media</em> Plattformen) ist nicht nur begrüßenswert, sondern auch ein logischer und notwendiger Entwicklungsschritt: Wer meint, als Unternehmen, Organisation oder PR-Agentur mit reinen Textaussendungen z.B. bei Online-Medien (oder PR akzeptierenden Bloggern) punkten zu können, sollte seine Einschätzung der Kommunikationslandschaft einer gründlichen Revision unterziehen. Vernünftig, d.h. zur Erleichterung journalistischer Arbeit, eingesetzt, können <em>SMPR</em> zu einer grundlegenden Verbesserung der Beziehungen zwischen PR und JournalistInnen beitragen (auch wenn manche Journalisten eine geradezu pathologische Antipathie gegen alles an den Tag legen, das auch nur entfernt nach PR aussieht).</p>
<p>Wir sollten uns angewöhnen, die Dinge danach zu bezeichnen, was sie sind: Und in diesem Fall sind es eben erweiterte/aufgebohrte/angereicherte etc. Presseaussendungen, <em lang="en">pimped up press releases</em>, aber keine <em lang="en"><strong>Social Media</strong> Press Releases</em>.</p>
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