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"Keine Angst, er beißt nicht." (aus: Berühmte letzte Worte)

Archiv der Kategorie ‘Public Relations‘

Wir sind nicht Obama

Donnerstag, den 21. August 2008

Wahlkampf is. Also jene Phase in den – immer weniger kalkulierbaren – politischen Jahreszeiten, in der es die inhaltsleere Phrasenstreu besonders aufdringlich durch die Gegend weht. (Zweifler bitte hier nachlesen.) Im Vergleich zu 2006 stehen den Stimmenfängern und -fängerinnen neue Tools zur Verfügung (böses Web 2.0! :-) , von denen sie ungeniert – weitgehend unbedarft und konventionell – Gebrauch machen.

Das Positive zuerst

Die rühmliche Ausnahme im Tanz um die Mandate bilden (bisher) die Grünen. Initiiert von Christoph Chorherr (anscheinend nicht ohne fachkundige Einflüsterungen seitens Helge Fahrnberger) startete ein Experiment in Crowdsourcing (in diesem Fall das Anzapfen kollektiver Kreativität), das nicht nur Dutzende Plakatentwürfe in teilweise professioneller Qualität, mit Witz und politischer Schärfe produzierte, sondern auch zu erheblicher medialer Beachtung geführt hat.

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Barcampen am See

Montag, den 28. Juli 2008

Vom 22. bis zum 23. August 2008 findet in Traunkirchen am Traunsee ein BarCamp statt, das unter dem Motto “Social Media Review” eine kritisch-selektive Bestandsaufnahme des Status quo in Sachen social web versuchen wird. Die Liste der vorgeschlagenen Themen liest sich schon recht anregend, aber wie es sich bei dieser Art von Un-Konferenz gehört, kann sich vor Ort noch einiges (oder alles) ändern. Ich plane einen kleinen Streifzug durch die diversen Social Networks für Public Relations – falls es die Teilnehmenden überhaupt interessiert :-)

Da das BarCamp Traunsee in die Haupturlaubszeit fällt, ist es sehr ratsam, so rasch wie möglich für Unterkunft zu sorgen. Vieles ist schon ausgebucht.

Zwei hoffentlich insignifikante Signale

Donnerstag, den 5. Juni 2008

1.
Ich bekomme öfter Anfragen von Studierenden, die mich (und andere) für ihre Masterthesen/Diplomarbeiten etc. interviewen wollen. Manchmal, wenn die Anfrage verlockend genug ist, kann ich sogar die Zeit dafür erübrigen. Und selten, ganz selten erhalte ich dann ein Exemplar der fertigen Arbeit, so wie vor kurzem. Da finde ich einen PR-Kollegen zitiert: “Weblogs funktionieren (…) am besten, wenn sie (…) sehr persönlich sind, (…) weil es Voyeurismus befriedigt. Das Spannende an einem Weblog ist eigentlich Voyeurismus.”

Wie bitte? (Über den sorglosen Umgang mit Begriffen mag ich mich gar nicht erst aufregen.)

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Si tacuisses

Freitag, den 30. Mai 2008

Manchmal ist es besser, man sagt nichts. Und manchmal steht einem der Mund vor ungläubigem Staunen derart offen, dass an verbale Äußerung erst gar nicht zu denken ist. Gerade ist mir derartiges widerfahren, nämlich beim 26. PR-Tag, den der PRVA am 29. Mai veranstaltet hat.

Ich bin ja schon über viele abstruse Ideen gestolpert, aber Österreich aktuell auf dem Weg in den Kommunismus zu sehen, in die universitäre Forschung und Lehre eingebundene Philosophen als willfährige, hörige Kolporteure der fiesen Absichten des Staates zu apostrophieren, Nettotransferleistungsbezieher – u.a. die PensionistInnen – mehr oder weniger als Sozialschmarotzer darzustellen und die staatlichen Sozialleistungen als durch Gewaltandrohung aufgezwungene Verträge für Vollidioten zu desavouieren, dazu braucht es schon einen “freien Philosophen”. Da er seine Appanage nicht vom Staat, sondern von privatwirtschaftlichen Unternehmen bezieht, die ihn buchen, sagt er natürlich die Wahrheit. Und die Erde ist eine Scheibe.

Wenn Sie nicht dort waren, erraten Sie nie, was das Thema hätte sein sollen. – Wirtschaftsethik. Aber die, so der “freie Philosoph”, sei sowieso nur ein Kennzeichen von Diktaturen.

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So geht’s!

Donnerstag, den 29. Mai 2008

Zugegeben, ich teile gerne aus. Aber nicht nur im kritisch-negativen Sinn, sondern auch Lob, dort wo es angebracht ist. Und wenn eine PR-Agentur die Zeichen der Zeit erkannt hat, dann ist mir das immer eine gebührende Hervorhebung wert.

In diesem Fall gilt mein Applaus der paneuropäischen PR-Agentur Trimedia, die zunehmend den veränderten Kommunikationsbedingungen des social web Rechnung trägt und dies auch in einem kollektiven Blog von MitarbeiterInnen der diversen Standorte und ExpertInnen dokumentiert.

Davon profitiert natürlich auch die österreichische Trimedia-Niederlassung, die sich in der heimischen PR-Agenturszene damit im Vorderfeld befindet und – hoffentlich – Vorbildwirkung haben wird. Den TrimedianerInnen wünsche ich mehr Kommentare, v.a. von dritter Seite, in ihrem Blog.

Eine kritische Anmerkung muss ich aber auch loswerden: Die RSS-Feeds habe ich erst suchen müssen, und warum es ein Blog und ein Trendblog – beide mit identem Inhalt (jedenfalls auf den ersten Blick) – gibt, kann ich mir auch nicht erklären. Ich halte das für nicht sehr intuitiv. Aber das ist eine Marginalie.

An alle anderen: Beispiel nehmen, nachmachen.

Drei Tage eingenetzt

Dienstag, den 27. Mai 2008

Kein Wort zur Kicker-EM. Nicht von mir. Einer Veranstaltung, die Menschen dazu verleitet, ihre Fahrzeuge freiwillig zu beflaggen, gehört meine tiefste Skepsis. Ich tummle mich lieber auf anderen Events, die – obwohl thematisch weit politischer – zu keinerlei Fahnenschwingerei animieren.

Gelegenheit zum Netzwerken gibt es Ende Mai gleich zwei Mal: in Wien beim 26. Österreichischen PR-Tag des PRVA (29.5.) und beim PolitCamp in Graz (30.-31.5.). So unterschiedlich die beiden Veranstaltungen auch sein mögen – die eine ganz, auch thematisch, durchorganisierte Konferenz, die andere überwiegend von den Teilnehmenden frei gestaltete Un-Konferenz -, inhaltliche Berührungspunkte gibt es doch:

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PR und Semantic Web

Montag, den 14. April 2008

Vor einiger Zeit hat mich Marion Fugléwicz-Bren zum Thema PR und Semantic Web interviewt. Noch dazu auf Englisch. Das Ergebnis ist jetzt auf der Website der Semantic Web Company publiziert worden. Ich bin selber überrascht, dass ich so viel dazu zu sagen (oder schwadronieren) hatte.

Aber gar so arg daneben kann es nicht gewesen sein. Immerhin attestiert mir Jana Herwig im Semantic Web Blog: “While Pirchner himself appeared pretty clued about the Semantic Web …”.

Na, was werd’ ich widersprechen ;-)

Nachtrag: Inzwischen ist das Interview auch auf PR Conversations erschienen und hat einiges Interesse gefunden. So setzte sich z.B. Heather Yaxley (Greenbanana) damit kritisch auseinander und Karen Miller Russell vom Teaching PR Blog hat es unter “The Week’s Best” (vom 21. April) gereiht. Sogar ins Portugiesische wurde der Beitrag übersetzt (zumindest in Teilen) und zwar auf “Comunicação Empresarial”: “Web Semântica – ‘Não é o Nosso Negócio’”. Damit habe ich, ehrlich gesagt, nicht gerechnet.

PR-ofessor

Donnerstag, den 3. April 2008

Mitte März haben Georg Winckler, Rektor der Uni Wien, und Hans Haider, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Senats des PRVA einen Vertrag über eine Stiftungsprofessur für Public Relations unterzeichnet. Oder, kurz gesagt: Österreich erhält eine PR-Professur. Ein Lehrstuhl, der sich ausschließlich mit dem Fachbereich Public Relations befasst, ist im deutschsprachigen Raum eine Rarität.

Eine kleine Einschränkung gibt es aber: Es handelt sich um eine vorerst auf zwei Jahre anberaumte Stiftungsprofessur, die vom PRVA finanziert wird. Es besteht aber die realistische Chance – wenn der Bund (finanziell) mitspielt -, dass die Uni Wien die Professur zu einer Dauereinrichtung macht.

Derzeit läuft die europaweite Ausschreibung der Stelle, und es ist zu hoffen, dass die Wahl auf eine Person fällt, die sich in den aktuellsten Entwicklungen der PR zu orientieren weiß. Im Wintersemester 2008/09 soll es losgehen.

Prima Blogosphäre

Dienstag, den 1. April 2008

Es wäre übertrieben zu behaupten, der PRVA-Vorstand dränge in seiner Gesamtheit mit ungezügelter Entschlossenheit in die Blogosphäre, aber mit dem Neuzugang des PRIMA Blog von Agentur-Chefin Andrea Schneider und ihren MitarbeiterInnen sind es nun schon zwei (PRVA-Präsident Martin Bredl bloggt ja schon seit längerem).

In vier Themenbereichen beschäftigen sich die AutorInnen mit Leben, Lesen, Essen und Wein – also gemäß der Byline “Notizen zum Genießen” mit (fast) allem, nur nicht mit ihrer PR-Arbeit. Aber PR-Blogs gibt es inzwischen ohnehin schon weit mehr als man lesen kann (oder möchte).

Na dann, viel Spaß in und mit der Blogosphäre! Schön wär’s halt, wenn ihr auch noch eine Trackback-Funktion einbauen könntet.

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Auf nach Brüssel

Dienstag, den 11. März 2008

Am Donnerstag, dem 13. März, findet nicht nur der EU-Gipfel statt (der mich trotz der Themen Klimawandel und Mittelmeerunion hier weniger interessiert), sondern es beginnt auch die EuroBlog 2008. Die Veranstaltung – von EUPRERA in Kooperation mit der PR-Agentur Edelman aufgezogen – bietet die Plattform für einen Dialog von PR-Forschern und -Praktikern, der sich mit nichts Geringerem befasst als mit “Social media and the future of PR: New ideas, new research, new business”.

Das Programm liest sich zwar etwas “akademischer” als im Vorjahr (jedenfalls für meinen Geschmack), aber die lange Liste der Kapazunder, die dort diskutieren und präsentieren werden, verspricht genug Futter fürs Hirn. Und Brüssels Gastronomie besorgt den Rest :-)

Ich kann’s nicht garantieren, habe aber vor, über einige der Highlights möglichst ohne großen Zeitverlust zu bloggen. Rasch Entschlossene können sich noch zur EuroBlog anmelden; wer es nicht nach Brüssel schafft, kann die Konferenz auch live übers Internet inhalieren.


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