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	<title>virtual bites &#187; Social Media</title>
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	<description>Kommentare und Überlegungen zu den modernen Erscheinungsformen der Kommunikation</description>
	<lastBuildDate>Tue, 23 Nov 2010 20:51:46 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Zeichen an der Wand</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Nov 2010 20:49:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Pirchner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[twitter]]></category>
		<category><![CDATA[twitterwall]]></category>

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		<description><![CDATA[Wände sind seit Menschengedenken öffentliche Träger von Zeichen: von den Höhlenmalereien von Lascaux über die Jerusalemer Klagemauer (Kotel) mit ihren Gebetszettelchen bis zu den mit Plakaten und Graffiti übersäten Ziegel- und Betonmauern unserer Tage. Und jetzt also die Twitterwall, die jüngste, digitale Metamorphose affichierter Botschaften. Ohne Zweifel haben sich diese – die Botschaften wie die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_326" class="wp-caption alignnone" style="width: 540px"><a href="http://www.virtualbites.com/wp-content/uploads/2010/11/twitterwall-menetekel.jpg"><img class="size-full wp-image-326" title="twitterwall-menetekel" src="http://www.virtualbites.com/wp-content/uploads/2010/11/twitterwall-menetekel-e1290545262524.jpg" alt="Twitterwall" width="530" height="378" /></a><p class="wp-caption-text">Wer hat Angst vor der Twitterwall?</p></div>
<p>Wände sind seit Menschengedenken öffentliche Träger von Zeichen: von den Höhlenmalereien von Lascaux über die Jerusalemer Klagemauer (Kotel) mit ihren Gebetszettelchen bis zu den mit Plakaten und Graffiti übersäten Ziegel- und Betonmauern unserer Tage.</p>
<p>Und jetzt also die Twitterwall, die jüngste, digitale Metamorphose affichierter Botschaften. Ohne Zweifel haben sich diese – die Botschaften wie die Wände – im Laufe ihrer Evolution stark gewandelt, wobei Nachhaltigkeit und Wirkung (oder Bedeutung) indirekt proportional zu sein scheinen. So hat die prähistorische Symbolik von Lascaux zwar mehr als 17.000 Jahre überdauert, die Bedeutung für unser aktuelles Leben ist jedoch bestenfalls marginal (außer für Kunsthistoriker und die UNESCO). Tweets hingegen sind von extrem kurzer Lebensdauer, können aber einiges in Bewegung bringen. Oder auch nur Unruhe stiften.</p>
<p><span id="more-321"></span><br />
<strong>Bereicherung oder Ablenkung?</strong></p>
<p>Nimmt man heute an einer Konferenz, einem Symposium, einer Präsentation oder gar einer &#8220;unconference&#8221; (dort ganz besonders) teil, ist die Chance groß, dass für Feedback vom und Interaktion mit dem Publikum eine Twitterwall eingerichtet wurde. Nicht immer zur ungeteilten Freude der Vortragenden und des  Auditoriums.</p>
<p>Twitter ist ein auf Dauerfeuer eingestelltes Katapult, mit dem alle ihre Datenbrocken durch die virtuelle Landschaft schleudern können. Manche sind hilfreich, weil sie eine Bresche in die Mauer der eigenen Uninformiertheit schießen, andere sind erheitern oder durch ihren Blickwinkel erfrischend, andere wiederum kritisch, ätzend oder sogar beleidigend. Und wer schon einmal von so einem boshaften kleinen tweet erwischt wurde, weiß, dass auch 140 Zeichen (oder weniger)  schmerzhafte Wunden schlagen können.</p>
<p>Beim World Blogging Forum 2010 in Wien (am 13. November) haben ein paar die Grenzen zivilisierten Kommunizierens überschreitende tweets, die sich u.a. über physische Äußerlichkeiten eines Vortragenden &#8220;lustig&#8221; gemacht haben, Unmut und Aufregung innerhalb der Blogger-Szene ausgelöst (als Beispiel sei <a title="Link öffnet in neuem Browserfenster oder -Tab" href="http://www.baeck.at/blog/2010/11/14/stirb-twitterwall-stirb/" target="_blank">&#8220;Stirb, Twitterwall, stirb!&#8221;</a> genannt). Obwohl die ablehnenden Reaktionen nachvollziehbar und gerechtfertig sind, ist die Conclusio, die manch daraus ziehen, nämlich die Twitterwalls zu verbannen, absurd. Das passiert nun mal, wenn Menschen kommunizieren, egal mit welchen Mitteln.</p>
<p><strong>Nicht die Twitterwall ist Schuld, sondern die Twitteranten</strong></p>
<p>Eine Twitterwall ist ein Tool, nicht mehr. Und man kann die Wand nicht verurteilen, nur weil jemand blöde Sprüche draufkritzelt. Mit der nötigen Umsicht und Vorbereitung sind Twitterwalls eine Bereicherung von Events. Und man muss kein Einstein sein, um das halbwegs vernünftig hinzubekommen. Es genügt, wenigstens die folgenden Dinge zu beachten:</p>
<ol>
<li>&#8220;Tweet happens&#8221;. Es ist nicht zu verhindern, dass eine (wachsende) Anzahl von Teilnehmenden live von einer Veranstaltung twittern. Selbst wenn man selber kein WLAN zur Verfügung stellt, bleibt immer noch der Weg über das Smartphone. Man müsste also mit einem Jammer auch die Mobiltelefonie lahmlegen – und damit auch gleich die eigene Reputation. Für eine Weile wird es unweigerlich zu unserem PR-Alltag gehören, dass in unseren Events Menschen sitzen, die nicht nur zuhören, sondern sich mit dem Gehörten und Gesehenen aktiv auseinandersetzen, dazu Stellung nehmen, interagieren (wollen), sich engagieren.<br />
Wenn diese Kommunikationsebene ohnehin nicht zu verhindern ist, warum sie dann nicht aktiv nutzen?</li>
<li>Vortragende, die mit den Möglichkeiten moderner Kommunikation nicht ausreichend vertraut sind, sollten schonend, aber bestimmt darauf hingewiesen werden, dass sie es eventuell nicht mehr mit passiver Zuhörerschaft zu tun haben, sondern mit einem aktiven, interagierenden Publikum, und dass es durchaus zu scheinbar unerklärlichen Äußerungen (sogar Gelächter) kommen kann, die nicht unmittelbar mit dem Gesagten oder Gezeigten zu tun haben. Dann kursiert eben gerade auf dem Parallel-Kanal Twitter irgendetwas, das diese Reaktionen auslöst.<br />
Letzten Endes liegt die Entscheidung aber bei den Keynote-Speakern, PräsentatorInnen und ModeratorInnen, ob sie während ihrer Bühnenpräsenz eine Twitterwall haben wollen oder nicht.</li>
<li>Nicht alle Vortragenden sind Multitasker. Die Mehrzahl ist überfordert oder wenigstens über Gebühr gestresst, wenn sie ihre Präsentation abliefern und gleichzeitig das Geschehen auf einer Twitterwall verfolgen sollen. Es empfiehlt sich daher, das eine weitere Person das  Geschehen auf der Twitterwall verfolgt und bei passender Gelegenheit der Person am Mikro in komprimierter und vorselektierter Form weitergibt.<br />
Die wenigen SprecherInnen, die sich von einer Twitterwall nicht aus der Fassung bringen lassen, sollten sie direkt im Blickfeld haben, um darauf reagieren zu können.</li>
<li>Die Entscheidung, ob eine Twitterwall auf das Publikum losgelassen wird, hängt auch von diesem ab. Es ist vermutlich weniger sinnvoll, einen Saal voller Vorstandsvorsitzender oder Verleger mit einer Twitterwall zu molestieren, abgesehen davon, dass ohnehin keiner der Anwesenden sie nutzen würde (oder wüsste, wie das geht). Ist der Geek- bzw. Nerd-Anteil aber hoch, dann geht es kaum noch ohne.</li>
<li>Keine Twitterwall ohne Moderation. Eine unmoderierte Twitterwall, auf der ungefiltert alles erscheint, was die Twitteruser beisteuern zu müssen glauben, ist ein unverantwortliches Risiko. Es ist gutes Recht des Veranstalters, alles von der Twitterwall fernzuhalten, was nicht mit dem Thema zu tun hat. Das ist keine Zensur, und dazu sollte die Moderation auch nicht missbraucht werden. Zensurversuche werden sofort entdeckt (der Twitterstream existiert ja vollständig außerhalb der Twitterwall, die moderierenden Eingriffe sind also sofort nachvollziehbar) und führen zu sehr unangenehmen Situationen.</li>
<li>Das Publikum muss von Anfang an über die Bedingungen informiert werden, unter denen die Twitterwall zur Verfügung steht, d.h. sie sollten mit einer kleinen &#8220;twitter policy&#8221; vertraut gemacht werden: es wird moderiert, nur tweets zum Thema (im weitesten Sinn) werden durchgelassen, keine persönlichen Untergriffe. Oder kurz: Bitte vernünftig twittern.</li>
<li>Der Hashtag ist zu wichtig, um ihn anderen zu überlassen. Selbst wenn keine Twitterwall geplant ist, sollte man für die eigene Veranstaltung einen kurzen, knackigen und dennoch aussagekräftigen Hashtag bestimmen und kommunizieren. Andernfalls werden das die Twitteruser erledigen, und es wird um einiges aufwändiger, den Twitterstream nach Meldungen zu den Themen des eigenen Events zu durchforsten. Und auf das Monitoring zu verzichten wäre ein fataler Fehler, oder?</li>
</ol>
<p>Eine Twitterwall in die eigenen Kommunikationsaktivitäten einzubauen ist, wie man sieht, nicht wirklich schrecklich kompliziert. Und wenn man mit Hirn an die Sache geht, wird sie zu einer Bereicherung, weil sie den Dialog inspiriert und auch Nicht-Anwesenden die Chance gibt, daran teilzuhaben.</p>
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		<title>Disruptive!</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Nov 2010 00:34:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Pirchner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[disruptive]]></category>

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		<description><![CDATA[In order to survive blogs and blogging will have to change (and have already been changing for a while) by integrating other social media channels and APIs and whathaveyou. In the end, even as an aggregating and integrating nucleus of online communication – or as a black hole sucking in all the sparkling fanciness of modern times SM means –, blogging will have dissolved, i.e. transitioned into something that reflects the whole range of social interactions.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der folgende Beitrag, den ich aus Anlass des <a title="Website des World Blogging Forum 2010 öffnet in neuem Browserfenster oder -Tab" href="http://wbf2010.at/" target="_blank">World Blogging Forum 2010</a> geschrieben habe (der aber zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hier auf dem WBF-Blog noch nicht freigeschaltet war), schließt thematisch an mein voriges Blogpost an. Für manche Überschneidungen ersuche ich um Nachsicht. Ach ja, der Text ist in Englisch bzw. einer dem Englischen ähnlichen Sprache.</p>
<p>Recently, lots of people, quite prematurely, have eagerly announced the death of blogs, for various reasons and with an abundance of arguments. <a href="http://wbf2010.at/2010/11/the-blog-is-not-dead/" target="_self">Darko Buldioski</a>, though, is right: Blogs are not dead.<br />
They just smell funny.</p>
<p>They possibly have lost their teen spirit &#8211; and the odour that&#8217;s usually connected with it.</p>
<p>To be a tad more serious: Blogging has come of age. In the terminology of the Gartner Hype Cycle blogging has passed the Peak of Inflated Expectations (remember the days?) and the Trough of Disillusionment. My guess is that we are currently in the transitional stage between the Slope of Enlightenment and the Plateau of Productivity.</p>
<p><span id="more-311"></span></p>
<p><strong>Blogs are dead, nevertheless</strong></p>
<p>Blogs as a text-centric tool of communication are (almost) dead. Like in any other evoluitionary process these special species  of blogs with their extensive spread of knowledge and their heavy load (and sometimes burden) of hypertextual connectedness and interactivity will live on in their respective niches. And I really fancy a lot of them (I&#8217;m even involved in <a href="http://www.prconversations.com/">one of them</a>), make no mistake. They are important. Their remnants will be the core of future paleontologists&#8217; wet dreams.</p>
<p>In order to survive blogs and blogging will have to change (and have already been changing for a while) by integrating other social media channels and APIs and whathaveyou. In the end, even as an aggregating and integrating nucleus of online communication – or as a black hole sucking in all the sparkling fanciness of modern times&#8217; SM means –, blogging will have dissolved, i.e. transitioned into something that reflects the whole range of social interactions.</p>
<p>Frankly, from a tools point of view I don&#8217;t give a damn what blogs and blogging will look like at the end of this transformation (if there is an end, which I highly doubt). As long as there are suitable and convenient ways to interact with your social graph – or as long as there is the right context for your content, if you prefer – there&#8217;s no need to be picky about what it&#8217;s called and what it looks like.</p>
<p><strong>Disruptive!</strong></p>
<p>There&#8217;s one thing, one inherent quality of blogs, that deserves to be preserved, and that&#8217;s their disruptive potential. I have recently written a<a href="http://www.virtualbites.com/index.php/2010/zwei-jahre-sind-genug" target="_blank">short blog post</a> (in German; btw. it marks the revitalisation of my long neglected blog) about the disruptive power of blogs. You&#8217;d really have to be a dumbass of sorts not to have realised how blogs tornadoed through so many areas of business, politics, social life.<br />
There&#8217;s no reason to assume that blogs have lost their stamina and power to change things (even paradigms, if you can still endure another one of those buzzwords), mainly because it is not derived from the tool side of blogs but from the social context they are embedded in. In fact, you don&#8217;t have to look very far to see the next walls tumble that have been deemed to surround impregnable fortresses.</p>
<p>Blogs may die, as long as the underlying quality (of disruptiveness) lives on.</p>
<p>And sorry, I didn&#8217;t intend to be so whimsical <img src='http://www.virtualbites.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /><br />
Well, maybe I DID.</p>
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		<title>Zwei Jahre sind genug</title>
		<link>http://www.virtualbites.com/index.php/2010/zwei-jahre-sind-genug</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Nov 2010 17:20:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Pirchner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[disruptiv]]></category>
		<category><![CDATA[twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Jetzt wird virtual bites von der dicken Staubschicht befreit. Es ist ja nicht so, dass ich in der Zwischenzeit online keine Spuren hinterlassen hätte. Im Zeitraum meiner Blog-Abstinenz habe ich Twitter mit fast 5200 tweets molestiert, die aber anscheinend einige Personen nicht abgeschreckt haben mir zu "followen".]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den vergangenen knapp zwei Jahren habe ich mir lediglich einen einzigen Beitrag für dieses Blog abringen können. Dieses übermäßig ausgedehnte &#8220;Sabbatical&#8221;, so rede ich mir ein, ist auf eklatanten Zeitmangel zurückzuführen. Zum größten Teil trifft das auch zu: Ein sehr umfangreiches Projekt hat zumindest im vergangenen Jahr (nicht nur) meine Kapazitäten beinahe vollständig gebunden. Dazu noch eine Prise innerer Schweinehund, und fertig ist die Begründung für die anhaltende Trockenperiode.</p>
<p>Doch jetzt wird virtual bites von der dicken Staubschicht befreit. Es ist ja nicht so, dass ich in der Zwischenzeit online keine Spuren hinterlassen hätte. Im Zeitraum meiner Blog-Abstinenz habe ich Twitter mit fast 5200 Tweets molestiert, die aber anscheinend einige Personen nicht abgeschreckt haben mir zu &#8220;followen&#8221;. Und offen gestanden hat mir Twitter in den vergangenen Monaten mehr Spaß gemacht, sowohl als instant communication als auch als ungemein quirlige Quelle für – meistens – nützliche und interessante Informationsflüsse. Oder schlicht als Zerstreuung.</p>
<p><span id="more-305"></span></p>
<p>Allerdings habe ich zuletzt verstärkt gespürt, dass mir bei Twitter, Facebook und ein paar anderen sozialen Konsorten etwas fehlt, was ich bei Blogs beobachtet habe: disruptives Potenzial. Bevor jetzt jemand den Bullshit-Alarm einschaltet, erkläre ich kurz, was ich damit meine: die Fähigkeit, tradierte soziale, politische und ökonomische Modelle infrage zu stellen. Über die Wunden, die Blogs den traditionellen Medien geschlagen haben, wird ja noch immer wild gestritten. Die Verlagerung des politischen Diskurses, die Veränderung im Wissensmanagement, die Impulse für Innovationen – all das und vieles mehr vermag die in Blogform gegossene kollektive Expertise zu bewirken.</p>
<p><strong>Neue Kaiser</strong></p>
<p>Ein Beispiel: In ihrer Keynote anlässlich der <a title="Website der EWBC öffnet in neuem Browserfenster oder -Tab" href="http://winebloggersconference.org/europe/" target="_blank">European Wine Bloggers Conference</a> (22.-24. Oktober, Wien) hat Elin McCoy – Autorin von <a title="Link zu Amazon öffnet neues Browserfenster oder -Tab" href="http://www.amazon.de/dp/1906502242?tag=prvapublicrel-21" target="_blank">&#8220;The Emperor of Wine&#8221;</a> – eindrucksvoll geschildert, wie die internationale Weinblogger-Szene in nur wenigen Jahren den Markt der institutionalisierten Weinbewertung, der über Jahrzehnte von Robert Parker (eben dem &#8220;Emperor&#8221; ihres Buches) dominiert worden ist, durcheinander gewirbelt und auf den Kopf, oder sagen wir besser: auf die Füße, gestellt hat. Die Blogger haben z.B. in kurzer Zeit weit mehr unterschiedliche Weine verkostet und bewertet als die gesamte einschlägige Weinfachpresse zusammen, mit dem Effekt, dass sich Konsumenten bei ihren Kaufentscheidungen zunehmend an den Weinblogs ihres Vertrauens orientieren.</p>
<p>Solange Blogs diese disruptive Kraft innewohnt, werde ich mich wohl (wieder) bloggend betätigen. Nicht weil ich irgendwelche Welten aus den Angeln heben möchte, sondern weil es einfach spannend ist. <a href="http://twitter.com/pirchner">Twittern</a> kann ich ja weiterhin.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Ausweg für die Königskinder?</title>
		<link>http://www.virtualbites.com/index.php/2008/ausweg-fur-die-konigskinder</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Sep 2008 10:31:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Pirchner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Public Relations]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[pr]]></category>
		<category><![CDATA[pr-branche]]></category>
		<category><![CDATA[zentrales register]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem ich vor ein paar Tagen ordentlich Dampf abgelassen habe, kommt jetzt der konstruktive Vorschlag, für den sich vielleicht auch Georg Holzer erwärmen kann (der mir meine scharfe Replik anscheinend nicht krumm nimmt; jedenfalls redet er noch mit mir . Die Ausgangssituation ist bekannt und so alt wie die beiden Berufsgruppen: JournalistInnen hie, PR-Leute da. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem ich vor ein paar Tagen ordentlich <a title="Offener Brief an Georg Holzer" href="http://www.virtualbites.com/index.php/2008/offener-brief-an-georg-holzer">Dampf abgelassen</a> habe, kommt jetzt der konstruktive Vorschlag, für den sich vielleicht auch <a title="Der Stein des Anstoßes" href="http://www.georgholzer.at/blog/2008/09/03/der-pr-fehlt-ein-link/">Georg Holzer</a> erwärmen kann (der mir meine scharfe Replik anscheinend nicht krumm nimmt; jedenfalls redet er noch mit mir <img src='http://www.virtualbites.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> .</p>
<p>Die Ausgangssituation ist bekannt und so alt wie die beiden Berufsgruppen: JournalistInnen hie, PR-Leute da. Ihre Beziehung ist komplex und wird von subtilen Faktoren beeinflusst. Beiden ist bewusst, dass sie voneinander abhängig sind und einander brauchen: Für die PR sind Medien ein wichtiger Partner und Multiplikator der eigenen Botschaften; und die JournalistInnen könnten ohne die Leistungen der PR nicht aus dem riesigen Reservoir an Informationen schöpfen, das ihnen heute zur Verfügung steht.</p>
<p>Soweit die Idylle. In der Realität spießt es sich aber oft, zu oft, an allen Ecken und Enden. Nicht immer ist professioneller Umgang und gegenseitiger Respekt die Grundlage der Beziehung. Mich interessiert hier aber nicht die Schuldzuweisung (den Schwarzen Peter erhält in der Eigenwahrnehmung ohnehin immer die Gegenseite zugeschoben), sondern eine mögliche Lösung zumindest einiger Probleme der Media Relations.</p>
<p><span id="more-250"></span></p>
<p>Die Auflistung einiger Eckpfeiler scheint mir aber hilfreich:</p>
<ul>
<li>In Summe gesehen, ist der Output an Pressemeldungen, den die PR-Branche produziert, viel zu groß. Was immer die Beweggründe sein mögen (Umsatzvolumen, Druck seitens der Auftraggeber etc.), es werden zuviele &#8220;Nicht-Geschichten&#8221; in die Welt gesetzt. Weniger Quantität, mehr Qualität bei den Press Releases – das wäre schon ein Teil der Miete.</li>
<li>Viele Presseaussendungen werden nach dem Gießkannen-Prinzip distribuiert (ich habe das einmal <a href="http://www.virtualbites.com/index.php/2006/pumpgun-pr"><em>P.u.mpgun-PR</em></a> genannt, was mir eine Menge <em>Pageviews</em> – allerdings von der falschen Zielgruppe – eingebracht hat). Eine Aussendung, wahllos verteilt nach dem Prinzip, dass es irgendwo schon auf fruchtbaren Boden fallen wird. Die Medien verlangen aber, ganz zu Recht, nach treffgenauen Informationen, sowohl inhaltlich und in der Aufbereitung als auch in der Adressierung.</li>
<li>Die Wünsche der JournalistInnen werden zu wenig respektiert bzw. wird erst gar nicht an eine Feedback-Möglichkeit gedacht (z.B. eine <em>Opt-Out</em>-Funktion bei Presseaussendungen). Ich verstehe schon, dass manch einer aus der recherchierenden und schreibenden Zunft – wie z.B. Georg Holzer &#8211; angesichts dieses anhaltenden Unverständnisses fuchsig wird.</li>
<li>Die Medienbranche ist, wie die PR auch, sehr dynamisch, um nicht zu sagen: wuselig. Das hat zur Folge, dass es ungemein aufwändig ist, über den jeweiligen Status einzelner JournalistInnen <em title="auf dem Laufenden" lang="fr">à jour</em> zu bleiben. Für kleine Agenturen und Einzelberater ist das nur schwer (wenn überhaupt) zu bewältigen.</li>
<li>JournalistInnen sind in ihren Verhaltensweisen, sagen wir es einmal so: originell. Sie haben alle ihre Vorlieben, Routinen, Marotten, die nicht unter einen Hut zu bringen sind (und auch nicht gebracht werden sollen).</li>
</ul>
<p><em lang="en">Let&#8217;s do some math:</em></p>
<p>Wenn man von den internationalen Schätzungen ausgeht, dass ca. 15% der PR-Treibenden in einem Land in einem Verband organisiert sind, dann müsste es in Österreich ca. 4000 PR-Leute geben (davon rund 550 Mitglieder im PRVA). Diesen stehen 13-15.000 JournalistInnen gegenüber. Nehmen wir einmal an, dass alle PR-Leute alle JournalistInnen per Telefon kontaktieren, um heraus zu finden, wie, wann, mit welchen Mitteln, für welche Unternehmen und mit welchen Themen sie beliefert werden wollen, und veranschlagen wir dafür (knapp bemessene) 3 Minuten, dann wären für diese simple, aber erforderliche Maßnahme schlappe 180 Mio Minuten, 3 Mio Stunden, 125.000 Tage bzw. 2.404 Jahre aufzuwenden. Jedes Mal. *)</p>
<p>Das kann niemand ernsthaft wollen. 2.404 mehr oder minder hoch bezahlte Personen-Jahre Arbeit (oder knapp 100 Mio Euro), nur um zu eruieren, wie PR und JournalistInnen miteinander umgehen sollen? Diese Ressourcen können bzw. müssen sinnvoller genutzt werden, z.B. für die qualitative Verbesserung von Presseaussendungen (differenzierter, diversifizierter, treffgenauer, multimedialer usw.)</p>
<p><strong>Wie könnte eine Lösung aussehen?</strong></p>
<p>Ich behaupte nicht, den Stein der Weisen gefunden zu haben. Allerdings bin ich überzeugt, dass mit den heute zur Verfügung stehenden Mitteln (nicht zuletzt des <em>Web 2.0</em>) ein Weg gefunden werden kann, der alle Beteiligten vom Zeit-/Kostenaufwand minimal belastet, die Arbeit und die Beziehung der beiden Branchen entlastet und entkrampft und auch ökonomisch sinnvoll ist.</p>
<p>Grundlage sind zwei Dinge:</p>
<ul>
<li>Kooperationsbereitschaft, v.a. auf Seiten der JournalistInnen</li>
<li>eine verlässliche technische Applikation</li>
</ul>
<p>Basis wäre eine Art zentrales &#8220;Register&#8221; (ich weiß, das klingt ungemein bürokratisch, es handelt sich aber nur um einen deskriptiven Arbeitsbegriff), in dem die österreichischen JournalistInnen ihre Daten selber – idealerweise in Echtzeit – pflegen. D.h. dort können sie deponieren, für welche Medien sie arbeiten, für welche Ressorts, welche thematischen Schwerpunkte sie beackern, wann und wie (über welche Kommunikationskanäle) sie kontaktiert werden wollen usw. usf. Das ist insofern effizient, da Datenaktualisierungen nur dann vollzogen werden müssen, wenn sich tatsächlich etwas geändert hat &#8211; dies dafür aber in Echtzeit. Und JournalistInnen bleiben von Anfragen der PR-Leute verschont, ob sich etwas an ihren Daten geändert hat.</p>
<p>Der Vorteil für die PR-Branche liegt m.E. auf der Hand: Agenturen, Einzelberater und Inhouse-PR-Abteilungen müssten keine eigenen Verteiler mehr führen, da sie ein ständig aktuelles Datenreservoir zur Verfügung hätten. Und wenn sie dennoch auf einem eigenen Verteiler bestehen (weil sie z.B. internationale Medien ebenfalls zu berücksichtigen haben), dann können sie diesen über eine definierte Schnittstelle jeweils auf den neuesten Stand bringen.</p>
<p>Und noch ein Vorteil eines zentralen Registers: Es könnte auch jene Blogger aufnehmen, die an aktuellen Informationen von Unternehmen und Organisationen interessiert sind.</p>
<p><strong>Wer macht, wer zahlt?</strong></p>
<p>Eigentlich ist die Frage, wer zahlt, müßig, wenn ich mir die Kosten der oben angestellten Aufwandskalkulation für die Datenerhebung anschaue. Kommerzieller Nutznießer wären die PR-Treibenden, da sie sich – im Idealfall – die Erstellung eines eigenen Verteilers ersparen (für kleine Agenturen und Einzelberater würde dadurch übrigens ein nennenswerter Wettbewerbsnachteil wegfallen). D.h. sie können durchaus die Kosten übernehmen (in Form eines jährlichen oder monatlichen Mitgliedsbeitrages).</p>
<p>Für die JournalistInnen sollte der Zugang kostenlos sein, da sie ja die Leistung in Form der Datenpflege erbringen (auch wenn sie insofern Nutznießer sind, als sie von sinnlosen, fehladressierten Presseaussendungen verschont bleiben und dadurch mehr Zeit für eigene Recherchen übrig haben).</p>
<p>Und wer soll&#8217;s machen? Naheliegenderweise müsste für ein derartiges Projekt eine organisierte Willensbildung für den notwendigen Motivationsschub sorgen, d.h. es sollten jene Organisationen kooperieren, die die Interessen der PR-Branche und der Medien repräsentieren (also z.B. <a title="Public Relations Verband Austria" href="http://www.prva.at/index2.html">PRVA</a>, Fachverband, die zuständigen Sektionen der <a title="Gewerkschaft für Kunst,Medien,Sport und freie Berufe" href="http://www.kmsfb.at/servlet/ContentServer?pagename=S02/Page/Index&amp;n=S02_7.2">KMSfB</a> usw.).</p>
<p>Wer die technische Umsetzung übernimmt, ist mir – offen gestanden – egal. Es wäre nur schön, wenn ein derartiges Projekt bald Gestalt annehmen könnte. Falls es außer mir sonst noch jemand für wünschenswert und sinnvoll erachten sollte.</p>
<p><strong>Nachtrag</strong></p>
<p>Es versteht sich von selbst, dass es – sollte so eine Plattform erst einmal bestehen – keine Ausreden mehr gibt. Weder für die eine, noch für die andere Seite <img src='http://www.virtualbites.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>&#8212;</p>
<p><em>*) Mir ist der &#8220;Milchmädchen&#8221;-Charakter dieser Rechnung bewusst, es geht aber nicht um eine bis in die 10. Nachkommastelle genaue Kalkulation, sondern um die Veranschaulichung der Dimension, und da ist es schon egal, ob es 100, 500 oder 2.404 Personen-Jahre sind.</em></p>
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		<title>Wahlzeit. Na Mahlzeit!</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Aug 2008 09:43:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Pirchner</dc:creator>
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		<category><![CDATA[politik-pr]]></category>
		<category><![CDATA[politische-Kommunikation]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein sportliches Großereignis jagt das andere. Zuerst die olympischen Sommerspiele, jetzt der Marathon um die preziösen Stimmen des Wahlvolkes. Einen Monat lang, von heute gerechnet, wetteifern PolitikerInnen und ihre beratenden Stäbe darin, ideologische Grundlagen zu griffigen Plakatslogans und komplexe gesellschaftspolitische Weichenstellungen zu publikumswirksamen Wahlkampfsagern zu dehydrieren. In einem Monat ist das skurrile Schauspiel vorbei, und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein sportliches Großereignis jagt das andere. Zuerst die olympischen Sommerspiele, jetzt der Marathon um die preziösen Stimmen des Wahlvolkes. Einen Monat lang, von heute gerechnet, wetteifern PolitikerInnen und ihre beratenden Stäbe darin, ideologische Grundlagen zu griffigen Plakatslogans und komplexe gesellschaftspolitische Weichenstellungen zu publikumswirksamen Wahlkampfsagern zu dehydrieren. In einem Monat ist das skurrile Schauspiel vorbei, und wir bekommen die Rechnung dafür präsentiert, den simplizifierten Einflüsterungen der Handlungsreisenden in Sachen Mandaten so oder so erlegen zu sein.</p>
<p>Dass das Wahlkampfareal aber nicht gänzlich zur durchemotionalisierten, denkbefreiten Zone degenerieren muss, zeigen zwei Projekte, die allen ernsthaft an politischen Fragen interessierten Menschen ans Herz gelegt seien:</p>
<p><span id="more-239"></span></p>
<p><strong>Medienbeobachtung Nationalratswahl 08</strong></p>
<p>Max Kossatz hat sein Blog &#8220;Wissen belastet&#8221; um eine Seite <a title="Aggregierte Meldungen zur österreichischen Nationalratswahl 2008" href="http://wahl08.wissenbelastet.com/">&#8220;Medienbeobachtung Nationalratswahl 08&#8243;</a> erweitert, die – quasi in Echtzeit – einen umfassenden Überblick über Beiträge nicht nur in traditionellen Medien (Print, Agenturmeldungen), sondern auch in Blogs, Foren und auf <em>twitter</em> zur Verfügung stellt. Diese <em>Content Aggregation</em> ist zwar für sich genommen schon eine praktische Angelegenheit (und der Förderung politischer Mündigkeit dienlich), zu einem bemerkenswerten Instrument wird sie durch die textanalytischen Auswertungen und deren grafische Darstellung. Garniert wird das durch Fotos und Videos sowie aktuellen Screenshots der Startseiten der Parteien-Websites.</p>
<p><strong>meinparlament.at</strong></p>
<p>Das zweite Projekt, auf das ich durch eine <em>twitter</em>-Meldung (ein <em>tweet</em>) von <a title="Thomas Burg auf twitter" href="http://twitter.com/thobu">Thomas Burg</a> aufmerksam gemacht wurde, nennt sich <a title="Plattform der direkten Demokratie" href="http://www.meinparlament.at/">meinparlament.at</a>, ein Non-Profit-Projekt des Vereins Politik Transparent. Die strukturelle und Design-Ähnlichkeit mit <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de">abgeordnetenwatch.de</a> erklärt sich aus der Kooperation mit deren (deutschen) Betreiber-Verein Parlamentwatch e.V. Ziel ist es, sowohl mehr Transparenz in die Vorgänge in den Volksvertretungsorganen (dzt. auf Parlament und EU-Parlament begrenzt, das deutsche Vorbild erfasst weitere Gremien) zu bringen, alsauch die handelnden Personen erkennbarer werden zu lassen.</p>
<p>Dass es nicht bei einer reinen Informationsseite bleibt, dafür sorgt die Möglichkeit, den ParlamentarierInnen (bzw. derzeit den KandidatInnen zur NRW 08) Fragen zu ihren politischen Positionen und Absichten zu stellen. Die Reaktionsfreudigkeit der PolitikerInnen (bzw. deren Stäbe) ist unterschiedlich: Einige Anfragen harren schon seit einer Woche ihrer Beantwortung. Ob sich meinparlament.at tatsächlich zu einem Instrument der direkten Demokratie wird mausern können, steht in den Sternen.</p>
<p>Wenn man sich die Reaktionen der PolitikerInnen so ansieht, halten wohl die meisten diese Plattform nur für einen weiteren Kanal, auf dem sie ihre vorgefertigten Sprechblasen und Textbausteine absondern können, aber nicht für ein Instrument des Dialogs mit ihrem (angeblichen) Souverän, dem Volk. Aber auch die Fragesteller scheinen mitunter den Reihen der jeweiligen ParteisoldatInnen entsprungen zu sein: Zu offensichtlich gerierern sie sich als Stichwort-Lieferanten für den eigenen und als Stichler gegen die konkurrierenden Kandidaten.</p>
<p><strong>Weit voraus</strong></p>
<p>Den Eindruck, es wieder einmal mit einer typisch österreichischen Lösung zu tun zu haben (nur ned anecken), werde ich einfach nicht los. meinparlament.at ist, jedenfalls bisher, wie eine Drohgeste mit dem Schaumgummihammer. Für weiter reichende Schritte, z.B. die Bevölkerung in die Datensammlung über PolitikerInnen zu involvieren, hat möglicherweise der Mut oder die Einsicht gefehlt.</p>
<p>Wie man das macht, hüpfen uns schon seit Jahren die US-Amerikaner, etwa mit <a href="http://www.sourcewatch.org/index.php?title=Congresspedia"><em>Congresspedia</em></a>, einem Bestandteil der <em>Sourcewatch Encyclopedia</em>, dem <a title="The Voters Self-Defense System" href="http://www.votesmart.org/index.htm"><em>Project Vote Smart</em></a> (Untertitel: The Voters&#8217; Self-Defense System) u.v.a vor. Da hätte meinparlament.at durchaus etwas mehr abkupfern können.</p>
<p>Aber immerhin, ein Anfang. Und er sollte ausreichen, den in der politischen PR Tätigen ein paar schlaflose Nächte zu bereiten.</p>
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		<title>Wir sind nicht Obama</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Aug 2008 15:57:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Pirchner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wahlkampf is. Also jene Phase in den – immer weniger kalkulierbaren – politischen Jahreszeiten, in der es die inhaltsleere Phrasenstreu besonders aufdringlich durch die Gegend weht. (Zweifler bitte hier nachlesen.) Im Vergleich zu 2006 stehen den Stimmenfängern und -fängerinnen neue Tools zur Verfügung (böses Web 2.0! , von denen sie ungeniert – weitgehend unbedarft und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wahlkampf is. Also jene Phase in den – immer weniger kalkulierbaren – politischen Jahreszeiten, in der es die inhaltsleere Phrasenstreu besonders aufdringlich durch die Gegend weht. (Zweifler bitte <a title="Meine liebsten Wahlslogans, 2006" href="http://www.virtualbites.com/index.php/2006/meine_liebsten_wahlslogans">hier nachlesen</a>.) Im Vergleich zu 2006 stehen den Stimmenfängern und -fängerinnen neue Tools zur Verfügung (böses Web 2.0! <img src='http://www.virtualbites.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> , von denen sie ungeniert – weitgehend unbedarft und konventionell – Gebrauch machen.</p>
<p><strong>Das Positive zuerst</strong></p>
<p>Die rühmliche Ausnahme im Tanz um die Mandate bilden (bisher) die Grünen. Initiiert von Christoph Chorherr (anscheinend nicht ohne fachkundige <a title="Blogstorm Plakatentwürfe für die Grünen" href="http://www.helge.at/2008/07/der-blogstorm-schaffts-in-die-abendnachrichten/">Einflüsterungen</a> seitens Helge Fahrnberger) startete ein Experiment in <em lang="en">Crowdsourcing</em> (in diesem Fall das Anzapfen kollektiver Kreativität), das nicht nur Dutzende Plakatentwürfe in teilweise professioneller Qualität, mit Witz und politischer Schärfe produzierte, sondern auch zu erheblicher medialer Beachtung geführt hat.</p>
<p><span id="more-229"></span></p>
<p>Aus den vielen Vorschlägen wurden über ein (technisch ziemlich patschert durchgeführtes) Online-Voting 3 Sujet-Serien als &#8220;Sieger&#8221; gekürt, nicht unbedingt zur ungeteilten Freude der <em>Community</em>. (Mein <a title="Plakat Pensionsreform" href="http://www.flickr.com/photos/gruene_at/2692022631/in/pool-gruene_wahlplakate">Favorit</a> hat es immerhin noch auf den 3. Platz geschafft, eine <a title="alle Plakatentwürfe auf flickr.com" href="http://www.flickr.com/photos/gruene_at/sets/72157606315349947/">Komplettübersicht</a> gibt&#8217;s auf Flickr.</p>
<p>Ich hatte den Eindruck, dass die Initiatoren vom raschen und auch überzeugenden Erfolg der Aktion nicht nur überrascht, sondern auch unter Zugzwang gesetzt worden sind. Nach Dutzenden Plakatvorschlägen wäre ein Rückzieher keine Option mehr gewesen, die ohne größeren Imageverlust in der Zielgruppe ausgeübt hätte werden können.</p>
<p><strong>Schatten ohne viel Licht</strong></p>
<p>Ihr Online-Image scheint anderen politischen Gruppierungen dagegen völlig egal zu sein. Unverkennbar haben die beiden größeren Parteien ein bisschen im US-amerikanischen (Vor)Wahlkampf gekiebitzt und glauben nun das, was sie dort gesehen haben, per <em lang="en">Copy&amp;Paste</em> auf österreichische Verhältnisse übertragen zu können. So schaut&#8217;s auch aus und ist grässlich anzusehen.</p>
<p>Viel Personalisierung (wann ist eigentlich die Idee der politischen Position und deren Kommunikation gestorben?), etliches (reichlich grottiges) Webseitiges und – weil&#8217;s nicht fehlen darf – der Griff in die Trickkiste der Web-2.0-Tools. Wie bei Letzterem dilettiert wird, entzieht sich jedoch einer konzisen Schilderung. Nicht, weil diese faktisch schwierig wäre, sondern weil die Gehversuche der Spitzenkandidaten so heftig zwischen peinlich und skurril oszillieren, dass ich mich nicht entscheiden kann, ob ich mich erschüttert abwenden oder vor Lachanfall winden soll.</p>
<p>Besonders toll finde ich den Einsatz von <em>twitter</em>. Sowohl <a title="twitter account von wilhelm molterer" href="http://twitter.com/wilhelmmolterer">Molterer</a> als auch <a title="twitter-account faymann" href="http://twitter.com/neuepolitik">Faymann</a> (im Gespann mit Laura Rudas) werfen auf diesem Wege kurzgemeldete Reisepläne unters Volk – mit abnehmendem Enthusiasmus. Politische Statements oder gar Reaktionen auf das Feedback ihrer <em>follower </em>gibt es natürlich nicht. So weit kommt&#8217;s noch, dass sich ein Politiker zu einem Dialog mit dem virtuellen Wahlvolk herab lässt. Gut, so zahlreich sind jene nicht, die sich dazu überwunden haben, die <em>twitter</em>-Meldungen zu empfangen: 90 bei Molterer, 54 bei Faymann. Obama-Werte sind das nun nicht gerade, der hat derzeit immer noch mehr als 61.000.</p>
<p>Ein Gustostück politischer Kommunikationskultur sind jedoch die <a title="twitter Bilder von Molterer" href="http://twitpic.com/photos/wilhelmmolterer">twitpics von Molterer</a>, den offensichtlich ein Fotograf (oder fotografierende/r Mitarbeiter/in) auf Schritt und Tritt begleitet und knipst, was der Auslöser hergibt. In Kombination mit den Begleittexten ergeben sich <a title="wo bitte ist der parteivorstand?" href="http://twitpic.com/7j4g">herrlich absurde Kombinationen</a>: Paraphrasen auf den aktuellen Zustand des politischen Niveaus in Österreich.</p>
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		<title>Barcampen am See</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Jul 2008 15:49:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Pirchner</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[BarCamp]]></category>
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		<description><![CDATA[Vom 22. bis zum 23. August 2008 findet in Traunkirchen am Traunsee ein BarCamp statt, das unter dem Motto &#8220;Social Media Review&#8221; eine kritisch-selektive Bestandsaufnahme des Status quo in Sachen social web versuchen wird. Die Liste der vorgeschlagenen Themen liest sich schon recht anregend, aber wie es sich bei dieser Art von Un-Konferenz gehört, kann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vom 22. bis zum 23. August 2008 findet in Traunkirchen am Traunsee ein <a title="BarCamp Traunsee" href="http://www.barcamp.at/BarCamp_Traunsee" target="_blank">BarCamp</a> statt, das unter dem Motto <em>&#8220;Social Media Review&#8221;</em> eine kritisch-selektive Bestandsaufnahme des Status quo in Sachen <em>social web </em>versuchen wird. Die Liste der vorgeschlagenen <a title="Themenvorschläge des BarCamp Traunsee" href="http://www.barcamp.at/Themenvorschl%C3%A4ge_Traunsee_August_2008" target="_blank">Themen</a> liest sich schon recht anregend, aber wie es sich bei dieser Art von Un-Konferenz gehört, kann sich vor Ort noch einiges (oder alles) ändern. Ich plane einen kleinen Streifzug durch die diversen <em lang="en">Social Networks</em> für <em lang="en">Public Relations</em> &#8211; falls es die Teilnehmenden überhaupt interessiert <img src='http://www.virtualbites.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Da das BarCamp Traunsee in die Haupturlaubszeit fällt, ist es sehr ratsam, so rasch wie möglich für Unterkunft zu sorgen. Vieles ist schon ausgebucht.</p>
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		<title>Durchstarter mögen Social Media</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Jul 2008 15:31:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Pirchner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Inc. 500]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Wachstumsstarke Unternehmen wissen mehr mit Sozialen Medien anzufangen als die Platzhirschen der Wirtschaft. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der University of Massachusetts Dartmouth, in der Zugang zu und Nutzung von ausgewählten Social Media Tools untersucht wurden. Verglichen wurde, ob sich signifikante Unterschiede zwischen den Inc. 500 (den am schnellsten wachsenden Unternehmen der USA; gibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wachstumsstarke Unternehmen wissen mehr mit <em>Sozialen Medien</em> anzufangen als die Platzhirschen der Wirtschaft. Zu diesem Ergebnis kam eine <a title="Social Medie in the INC. 500" href="http://www.umassd.edu/cmr/studiesresearch/blogstudy5.cfm" target="_blank">Studie</a> der <em lang="en">University of Massachusetts Dartmouth</em>, in der Zugang zu und Nutzung von ausgewählten <em lang="en">Social Media Tools</em> untersucht wurden. Verglichen wurde, ob sich signifikante Unterschiede zwischen den Inc. 500 (den am schnellsten wachsenden Unternehmen der USA; <em>gibt es eigentlich eine ähnliche Liste in Österreich?</em>) und den Fortune 500 (den größten Firmen) feststellen lassen.</p>
<p>Und wie sie sich feststellen lassen! Schon im Vorjahr lagen die Inc. 500 bei <em lang="en">corporate blogs</em> voran: 19% nutzten Blogs, während die Fortune 500 nur auf 8% kamen. Diesmal ist der Abstand noch deutlicher: Inc. 500 haben auf 39% verdoppelt, die Wirtschaftskolosse lediglich um schlappe 3,8%-Punkte zugelegt (statistische Ungenauigkeit: +/- 5%).</p>
<p>Die in der Befragung berücksichtigten Tools (<em lang="en">Social Networks, Bulletin Boards, Blogs, Online Video, Podcasts, Wikis</em>) erfreuen sich allerdings nicht gleichen Zuspruchs und zeigen im Jahresabstand auch voneinander abweichende Entwicklungsgeschwindigkeiten: Am bekanntesten war den Inc. 500 schon 2007 <em lang="en">Social Networking </em>(42%); Wikis dagegen sagten nur 16% etwas. 2008 liegen <em lang="en">Social Networks</em> zwar immer noch vorne (57%), <em>Online Video</em> (55%), <em>Blogs</em> (52%) und <em>Wikis </em>(35%) haben aber stark aufgeholt.</p>
<p>Soziale Medien sind in (signifikanten Teilen) der Wirtschaft angekommen.</p>
<p>In den USA.</p>
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		<title>Zwei hoffentlich insignifikante Signale</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Jun 2008 16:31:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Pirchner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[1. Ich bekomme öfter Anfragen von Studierenden, die mich (und andere) für ihre Masterthesen/Diplomarbeiten etc. interviewen wollen. Manchmal, wenn die Anfrage verlockend genug ist, kann ich sogar die Zeit dafür erübrigen. Und selten, ganz selten erhalte ich dann ein Exemplar der fertigen Arbeit, so wie vor kurzem. Da finde ich einen PR-Kollegen zitiert: &#8220;Weblogs funktionieren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>1.</strong><br />
Ich bekomme öfter Anfragen von Studierenden, die mich (und andere) für ihre Masterthesen/Diplomarbeiten etc. interviewen wollen. Manchmal, wenn die Anfrage verlockend genug ist, kann ich sogar die Zeit dafür erübrigen. Und selten, ganz selten erhalte ich dann ein Exemplar der fertigen Arbeit, so wie vor kurzem. Da finde ich einen PR-Kollegen zitiert: <em>&#8220;Weblogs funktionieren (&#8230;) am besten, wenn sie (&#8230;) sehr persönlich sind, (&#8230;) weil es Voyeurismus befriedigt. Das Spannende an einem Weblog ist eigentlich <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Voyeurismus" title="Wikipedia-Definition von Voyeurismus" target="_blank">Voyeurismus</a>.&#8221;</em></p>
<p>Wie bitte? (Über den sorglosen Umgang mit Begriffen mag ich mich gar nicht erst aufregen.)</p>
<p><span id="more-199"></span><br />
<strong>2.</strong><br />
Ein bekanntes, häufig auftretendes Phänomen (das einer gewissen Pikanterie nicht entbehrt) ist der fliegende Wechsel von JournalistInnen vom Medien- ins PR-Lager. Und dort meinen sie dann oft die PR neu erfinden zu müssen, bleiben aber häufig an ihrer Wahrnehmung von PR hängen, die von ihrer vorherigen Profession geprägt ist: Medienarbeit. So hat auch unlängst ein &#8220;gestandener&#8221; und renommierter Journalist sich auf die Suche nach seiner Nische gemacht und meint diese in &#8220;PR-Controlling&#8221; gefunden zu haben, die er für ein von der etablierten heimischen PR-Branche noch wenig beachtetes Feld hält.</p>
<p>Ich wünsche ihm jeden nur erdenklichen Erfolg, aber er wird möglicherweise bald entdecken, dass PR-Controlling nicht nur von ernstzunehmenden PR-Fachleuten schon lange betrieben wird, sondern dass sein Begriff von PR zu kurz greift. Sieht man sich das Kleingedruckte an, spitzt es sich auf Medienresonanzanalysen zu &#8211; also auf  ein Teilgebiet der PR. Und wenn ich den Neo-PRler mit folgender Aussage zitiert sehe: <em>&#8220;Mir geht es darum, dass Unternehmen ihre Pressekontakte professioneller, effizienter und letztlich erfolgreicher gestalten.&#8221;</em>, dann habe ich a) das Gefühl, in einer Endlosschleife festzuhängen, und b) denke ich mir: in der PR nichts Neues.</p>
<p>Und dann wünsche ich mir, dass diese beiden Beispiele nicht signifikant sind für den Zustand und die Entwicklung der PR-Branche.</p>
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		<title>Si tacuisses</title>
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		<pubDate>Fri, 30 May 2008 14:25:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Pirchner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Public Relations]]></category>
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		<category><![CDATA[philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[PR-Tag]]></category>
		<category><![CDATA[PRVA]]></category>
		<category><![CDATA[web-2.0]]></category>

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		<description><![CDATA[Manchmal ist es besser, man sagt nichts. Und manchmal steht einem der Mund vor ungläubigem Staunen derart offen, dass an verbale Äußerung erst gar nicht zu denken ist. Gerade ist mir derartiges widerfahren, nämlich beim 26. PR-Tag, den der PRVA am 29. Mai veranstaltet hat. Ich bin ja schon über viele abstruse Ideen gestolpert, aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal ist es besser, man sagt nichts. Und manchmal steht einem der Mund vor ungläubigem Staunen derart offen, dass an verbale Äußerung erst gar nicht zu denken ist. Gerade ist mir derartiges widerfahren, nämlich beim 26. PR-Tag, den der PRVA am 29. Mai veranstaltet hat.</p>
<p>Ich bin ja schon über viele abstruse Ideen gestolpert, aber Österreich aktuell auf dem Weg in den Kommunismus zu sehen, in die universitäre Forschung und Lehre eingebundene Philosophen als willfährige, hörige Kolporteure der fiesen Absichten des Staates zu apostrophieren, Nettotransferleistungsbezieher &#8211; u.a. die PensionistInnen &#8211; mehr oder weniger als Sozialschmarotzer darzustellen und die staatlichen Sozialleistungen als durch Gewaltandrohung aufgezwungene Verträge für Vollidioten zu desavouieren, dazu braucht es schon einen &#8220;freien Philosophen&#8221;. Da er seine Appanage nicht vom Staat, sondern von privatwirtschaftlichen Unternehmen bezieht, die ihn buchen, sagt er natürlich die Wahrheit. Und die Erde ist eine Scheibe.</p>
<p>Wenn Sie nicht dort waren, erraten Sie nie, was das Thema hätte sein sollen. &#8211; Wirtschaftsethik. Aber die, so der &#8220;freie Philosoph&#8221;, sei sowieso nur ein Kennzeichen von Diktaturen.</p>
<p><span id="more-198"></span><strong> Streitgespräch ohne Streit</strong></p>
<p>Es hätte  ein interessantes &#8211; oder wenigstens unterhaltsames &#8211; Klingenkreuzen werden können: Niko Alm (Super-Fi) und Florian Klenk (Falter) hätten pro und contra Web 2.0 rittern sollen. Aber der Wunsch blieb nur Gedanke. Ist verständlich, da keiner der beiden wirklich anti-social-web eingestellt sind. So spielte der Journalist (Klenk) den Widerpart als &#8230; Rolle, ohne Überzeugung, und rekurrierte vorwiegend auf die üblichen kolportierten Schauergeschichten über die Gefahren und Risiken der Web 2.0.</p>
<p>Leider vermochte auch der Moderator nicht, die Diskussion in eine Bahn zu lenken, die das Versprechen des Untertitels &#8211; &#8220;Was bringt das Web 2.0 der PR?&#8221; eingelöst hätte.</p>
<p>Der Rest des PR-Tages aber war es ohne Zweifel wert, sich einen Nachmittag lang dem Treibhausklima des Palmenhauses auszusetzen.</p>
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