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"Keine Angst, er beißt nicht." (aus: Berühmte letzte Worte)

Archiv der Kategorie ‘Sonstiges‘

Kleine Notiz für 2009

Mittwoch, den 31. Dezember 2008

Nichts Weltbewegendes, nur so ein Gedanke, an den ich mich im kommenden Jahr (2009)  hin und wieder erinnern sollte – und meine PR-KollegInnen einladen möchte, das auch zu tun:

Wenn das, was wir tun, in letzter Konsequenz nicht darauf abzielt, die Welt zu einem besseren Ort für alle zu machen – wozu sind wir dann gut?

Krieg, Terror, Genozid, Sklaverei in einem nie zuvor da gewesenen Ausmaß, Klimakatastrophe (die zum “Klimawandel” verniedlicht wird), Wirtschaftskrise usw. usf.

Bis jetzt können wir auf uns nicht sonderlich stolz sein. Machen wir es 2009 besser.

Versuchen wir es wenigstens.

Was ist das?

Montag, den 3. November 2008

Zur Abwechslung ein Rätsel. Was ist das Ding auf dem Foto?

Und: Wie kreativ muss man sein, dass einem so etwas einfällt?

Die erste richtige – oder die originellste – Antwort erhält von mir einen kleinen Sachpreis als Trophäe.
Antworten einfach in die Kommentarsektion (vor allzu anzüglichen oder obszönen Beiträgen bitte ich Abstand zu nehmen, auch wenn sie sich aufdrängen mögen).

Auflösung:

Das ist die neue Staatspreis-Trophäe, die das BM für Wirtschaft und Arbeit vergibt. Von einem Studenten der Angewandten geschaffen. Soll den Großglockner – als höchstem erreichbaren Gipfel – symbolisieren und ist genauso hoch wie dieser, halt nur in Zehntelmillimeter. Der rote Fleck oben drauf ist das Siegel des BM; damit wird jeder dieser von der Augarten Porzellanmanufaktur produzierten weißen Zapfen zum Unikat.

Manche (auch mich) erinnert das … Ding an einen postmodernen, in Ketchup getunkten Salzstreuer.

Kommunikation und Realität

Montag, den 19. Mai 2008

Heute Morgen auf meinem kurzen Fußweg zum Büro war es nicht zu vermeiden, dass ich folgende Handy-Konversation mitbekam, als ich einen Passanten – offenbar einen Handwerker – auf dem Gehsteig überholte: “Ich stecke gerade mitten im Stau und komme voraussichtlich 15 Minuten später an.”

Moderne Technologie verändert die Art und Weise, wie wir kommunizieren. Auf jeden Fall erweitert sie die Grenzen der Plausibilität :-)

Wie präpotent hätten Sie’s denn gern?

Montag, den 28. April 2008

Man geht nicht ungestraft einkaufen, das habe ich in diesen Tagen gelernt. Anscheinend sind Marketingabteilungen so versessen auf Daten, dass sie einem das nächstbeste CallCenter hinterher hetzen, wenn man nur einen Zahnstocher ersteht. Aber müssen sich die Leute an der Strippe wirklich so dumm und präpotent gebärden wie der Knabe von der Firma, die sich einen Buchstaben in einer bestimmten Farbe haben schützen lassen (oder von dem CC, das t-mobile beauftragt hat)?

Nach einigen Jahren war’s an der Zeit, nicht nur ein technisch aktuelles Mobiltelefon zu erstehen, sondern auch den Uraltvertrag durch ein angemesseneres Tarifmodell zu ersetzen. Alles kein Problem, vor allem nachdem der Verkäufer verstanden hatte, dass ich durchaus willens war, keine Billiggurke zu erwerben, sondern immerhin einen E90 (auch wenn das manchen politisch vielleicht nicht korrekt erscheinen mag).

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PR und Semantic Web

Montag, den 14. April 2008

Vor einiger Zeit hat mich Marion Fugléwicz-Bren zum Thema PR und Semantic Web interviewt. Noch dazu auf Englisch. Das Ergebnis ist jetzt auf der Website der Semantic Web Company publiziert worden. Ich bin selber überrascht, dass ich so viel dazu zu sagen (oder schwadronieren) hatte.

Aber gar so arg daneben kann es nicht gewesen sein. Immerhin attestiert mir Jana Herwig im Semantic Web Blog: “While Pirchner himself appeared pretty clued about the Semantic Web …”.

Na, was werd’ ich widersprechen ;-)

Nachtrag: Inzwischen ist das Interview auch auf PR Conversations erschienen und hat einiges Interesse gefunden. So setzte sich z.B. Heather Yaxley (Greenbanana) damit kritisch auseinander und Karen Miller Russell vom Teaching PR Blog hat es unter “The Week’s Best” (vom 21. April) gereiht. Sogar ins Portugiesische wurde der Beitrag übersetzt (zumindest in Teilen) und zwar auf “Comunicação Empresarial”: “Web Semântica – ‘Não é o Nosso Negócio’”. Damit habe ich, ehrlich gesagt, nicht gerechnet.

Auf zum Wein

Mittwoch, den 19. März 2008

Seit 17. März ist ein Web-Projekt online, das uns in den vergangenen 3 Monaten ziemlich eindrücklich beschäftigt hat: “Auf zum Wein” basiert auf dem strategischen Ziel der ÖWM, den Ab-Hof-Verkauf heimischer Weinbaubetriebe zu fördern.

Um es vorweg zu nehmen: “Auf zum Wein” ist keine Social-Media-Plattform, sondern eher ein weintouristisches Portal, in dem der Inhalt aus mehreren Datenbanken zusammenfließt: detaillierte Informationen über österreichische Winzer (Grundvoraussetzung: Ab-Hof-Verkauf), Buschenschanken und Heurige (insbesondere die ausgezeichneten Buschenschenken und Top-Heurigen), gastronomische, touristische und kulturelle Angebote des jeweiligen Weinbaugebietes sowie eine umfangreiche Sammlung von Veranstaltungsterminen.

Die einzelnen Betriebe werden auf einer interaktiven Landkarte (via Google Maps) angezeigt, die auch eine einfache Form der Routenplanung erlaubt. Registrierte User können eine beliebige Anzahl von Winzern und Terminen in einem persönlichen Bereich speichern und damit ihre nächsten Ausflüge planen.

Großes Augenmerk haben wir darauf gelegt, die Website möglichst barrierearm zu gestalten (auch wenn wir auf eine Kennzeichnung nach WAI A/AA/AAA bewusst verzichtet haben).

Kommentare, Anregungen, Kritik sind äußerst willkommen – denn dieses war sicher nur der erste Schritt…

Das kann ja heiter werden

Donnerstag, den 3. Januar 2008

Zuerst Totalversagen des Servers und jetzt krankheitsbedingte Bettlägerigkeit: Das nenne ich einen gelungenen Start ins neue Jahr :-)

Es wird hier wohl noch eine Zeit lang nach Baustelle aussehen und riechen. Ich bitte um Geduld und anhaltende Gewogenheit.

Und wünsche allen ein (wirklich!) gutes Jahr.

Können Sie Web2.0isch?

Mittwoch, den 14. November 2007

(Aus der Abteilung “Das hat uns gerade noch gefehlt”)
Sie wollen endlich auch einmal so richtig mitreden können, wenn die geeks einander mit unverständlichem Web 2.0-Kauderwelsch übertrumpfen? Nicht mehr stumm, mit ungläubig geöffnetem Mund und glasigen Augen zusehen, wie Sie nichts kapieren?

Der Rettung ist da! Sie werden zwar noch immer nichts verstehen, aber wenn Sie erst einmal – mit dem Web 2.0 Bullshit Generator bewaffnet – so richtig loslegen, wird es Ihrer Umgebung genau so gehen. Wenn Sie Formulierungen wie “aggregate data-driven widgets”, “syndicate semantic folksonomies” oder “design dynamic synergies” in die Runde werfen, liegt Ihnen die Männer/Damenwelt (Nichtzutreffendes streichen) garantiert zu Füßen.

Selbstverständlich alles in Englisch. Ich bitt’ Sie, das ist schließlich Web tu ou.

(Gefunden bei Emptybottle.org)

Kasperl und das Blogodil

Mittwoch, den 7. November 2007

Top 10(0)-irgendwas-Blog-Listen sind schon etwas Tolles, vor allem dann, wenn das eigene Blog darin aufscheint. Es ist verständlich, dass viele (die meisten? alle?) Blogger möglichst viel Beachtung finden möchten und daher an einem Instrument interessiert sind, welchen Einfluss die eigene Schreibe hat. Das Technorati-Ranking aus Authority und incoming Links ist eine höchst unflexible und wenig akribische Meßlatte.

Auch wenn “Alle Macht dem Long Tail” zutreffen mag, das Ego bürstet es nicht unbedingt auf. Also bleiben nur sorgfältig zusammengestellte, gut ausgebrütete Top-10(0)-Listen als Alternative. Je nach Anspruch mag das hin und wieder sogar funktionieren. Es gebiert aber auch eigenartige Kreaturionen, wie jene des CASCADES Project der Carnegie Mellon University. Wobei nicht das Projekt selber seltsam ist (ganz im Gegenteil handelte es sich um ein hochkomplexes mathematisches Modell, das zur Veranschaulichung und unter ganz bestimmten Bedingungen auf eine Vorauswahl von Blogs angewendet wurde), sondern die Reaktion: Einige Blogger haben dies zum Anlass genommen, die “Wissenschaftlichkeit” der Top100-Blogs über die Maßen zu rühmen, weil – erraten! – sie selber gelistet sind.

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Politiker in (Kommunikations-)Not (1)

Montag, den 15. Oktober 2007

Politiker gehören zu jenen Berufsausübenden, die in besonderem Maße professioneller PR-Beratung bedürfen. Aber nicht immer erhalten (wollen).

Nehmen wir beispielweise einen ehemaligen Vizekanzler der Republik Österreich, den das widrige Schicksal eines ungünstigen Wahlausganges in die Wirtschaft verschlug und der sich zur Auffrischung der in Amtszeiten erlangten Kontakte unzureichender Mittel bediente, sowohl was das Briefpapier als auch was die Sprache betraf.

Die Details (“The world in Vorarlberg is too small …”) dürfen als einigermaßen bekannt voraus gesetzt werden. Mich interessiert hier aber mehr, ob bzw. wie PR dieses Desaster für die Reputation eines ehemaligen Spitzenpolitikers hätte verhindern können:

Ein schlechter PR-Berater hätte möglicherweise dazu geraten, die Sache als Versehen eines übereifrigen Mitarbeiters hinzustellen, der das Rohkonzept des Briefes, das zufällig auf einem herum liegenden Bogen ministrialen Briefpapiers verfasst wurde, als dessen Endfassung angesehen und verschickt habe. Wir haben in Österreich schon Haar sträubendere Geschichten gehört und gelesen.

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