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"Keine Angst, er beißt nicht." (aus: Berühmte letzte Worte)

Archiv der Kategorie ‘Sonstiges‘

Accessibility Blog Parade 2007

Donnerstag, den 11. Oktober 2007

Vom 10.10. bis 11.11.2007 veranstaltet der Verein MAiN (Medienarbeit integrativ) zusammen mit Robert Lender die Accessibility Blog Parade 2007. Erwarten Sie jetzt bitte keine extravagant gekleideten Menschentrauben, die eine Kolonne von Trucks umtanzen, die die Umgebung so eindrücklich beschallen, dass es den Ruß vergangener Jahrzehnten von den Gründerzeitfassaden klopft. Das ist nicht die Love Parade.

Worum es geht bei der Accessibility Blog Parade geht, lässt der Untertitel – “Über Barrieren im Netz” – erahnen, und die Erläuterungen im MAiN-Blog schaffen endgültige Klarheit. Hier kann ich mir (und Ihnen) also meine übliche Weitschweifigkeit ersparen.

Blogger, die etwas zum Thema Barrieren im Netz und deren Überwindung zu sagen haben, sollten ohne Umschweife die Tastaturen ölen, Nichtblogger sollten die mannigfaltigen Kommentarmöglichkeiten hemmungslos nutzen.

Am interessantesten ist die Blog Parade aber für jene, die weder bloggen, noch von Barrierefreiheit eine Ahnung haben: Auf sie wartet eine geradezu  bewusstseinserweiternde Erfahrung. Ganz legal!

Free Burma!

Donnerstag, den 4. Oktober 2007

Free Burma!

Free Burma

Nachtrag:

Wow! Auch Margot Wallström beteiligt sich an der Aktion.

Etikettenschwindel

Dienstag, den 2. Oktober 2007

Wie macht man eine Website ohne Aufwand barrierefrei? Bevor Sie sich das Hirn zermartern, liefere ich lieber gleich die Antwort: Man pappt einfach das offiziöse WAI-Icon des W3C (World Wide Web Consortium), am besten gleich WAI-AA oder gar Triple-A ans Ende der Startseite.

Nach dem schönen Motto: “Never attribute to malice what can be adequately explained by stupidity” unterstelle ich nicht, dass derartige Praktiken aus böser Absicht passieren; vielmehr vermute ich dahinter einfach mangelndes Fachwissen.

Im Glauben an das Gute im Menschen gehe ich also auch bei der Website des WAFF davon aus, dass hier nicht die Bezugsgruppen, der Kunde oder sonstwer hinters Licht geführt werden sollten, sondern unzulängliches Know how oder der Glaube an die Unbestechlichkeit technischer Hilfsmittel für den beherzten Griff nach der AA-Plakette verantwortlich sind.

Etikettenschwindel ist es dennoch: Diejenigen, die auf die barrierearme Gestaltung des Online-Informationsangebotes am meisten angewiesen sind – Menschen mit Behinderungen – sind die Angeschmierten. Die WAFF-Site ist – leider! – nur eine von vielen, was für mich die Frage auswirft, was ein WAI-Banner wert sein soll, wenn es keinerlei Kontrolle unterliegt.

Strengt euch gefälligst selber an

Donnerstag, den 5. Juli 2007

“Ist ihm/ihr die Recherche zu schwer, verschickt er/sie ein Questionnaire.”

Das scheint das inoffizielle Motto von Diplomarbeiten, Master Theses und sonstigen akademischen Pflichtübungen zu sein. Vor allem wenn es um Themen aus dem Bereich PR + Social Media (Web 2.0 etc.) geht, wird anscheinend erst einmal ein Online-Fragebogen zusammengeschustertstellt und in die weite Welt hinaus versandt. Anfangs habe ich, wie vermutlich viele andere Altruisten auch, fleißig die nur manchmal intelligenten Fragen beantwortet. Aber seit ein bis zwei Mal pro Woche derartige “Bitten um Unterstützung” (als die sich diese proto-akademischen AAL-Versuche tarnen) in meiner Inbox aufschlagen, bin ich nicht mehr bereit, den Studierenden die Arbeit abzunehmen.

Leute, es nervt und es reicht! Auch wenn jeder Fragebogen nur 10-15 Minuten Ausfüllzeit erfordert, ergibt das – konservativ – übers Jahr gerechnet immerhin 5 Stunden, die entweder mir als Freizeit oder meinen Kunden als Leistungserbringung abgehen. Und die Kompensation ist meist mehr als dürftig. Wenn die als “Entschädigung” versprochenen Diplomarbeiten überhaupt je den Weg zu den Befragten finden, ist der Inhalt in der Regel von geringem Erkenntniswert.

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Herausforderung für Touristiker

Samstag, den 7. April 2007

Ich möchte niemanden mit meinen Urlaubserfahrungen langweilen, und Tourismusexperte bin ich auch nicht. Aber nach zwei Wochen in Chaweng, dem Hauptort (wenn auch nicht Hauptstadt) auf Koh Samui, wundere ich mich, wie ein nachhaltiges Tourismuskonzept für die Insel wohl aussehen müsste. (Gewundert habe ich mich, offen gestanden, schon am zweiten Tag).

Chaweng, oder genauer: die Chaweng Road, auf der sich das touristische Leben abspielt, ist ein auf 7 Kilometer ausgewalzter Supermarkt. Ein Laden nach dem anderen, Restaurants aller Kategorien (inklusive dem unvermeidlichen Deutschen Biergarten und dem Schnitzel-House), mehr oder weniger seriöse Massagesalons, mindestens 60 Maßschneider (die alle Armani oder Versace im Namen tragen), ein El Dorado der Markenpiraterie (garantiert echt falsche Rolex-Modelle um 20 Euro und weniger).

Thai-Authentizität findet man hier nicht, sie wächst proportional mit dem Abstand von den eitrigen Wunden, die der Massentourismus hier verursacht hat. Zum Glück gibt es so paradiesische Exklaven wie das Hotel Burirasa, sonst wäre der Aufenthalt in Chaweng kaum erträglich.

Wieso schaffen es Tourismusexperten und -strategen nicht zu verhindern, dass ganze Regionen ihre Kultur, ihre “Seele” und nicht zuletzt auch ihre Natur verkaufen? Sind das lauter lediglich dem maximierten Profit verpflichtete Deppen? Ahnungslose Wurschtln? Zahn- und einflusslose Schwätzer?

Dass die einheimische Bevölkerung die Erlöse aus dem Tourismus (und die Arbeitsplätze) dringend benötigt, steht außer Zweifel. Aber es müsste doch auch anders gehen, als dass der Broterwerb gleich mit dem (teilweisen) Verlust ihrer Identität untrennbar verknüpft ist bzw. dazu führt, dass einige Bereiche für sie off limits sind, weil sie sich diese nicht mehr leisten können.

Authentizität, die in der Blogosphäre so hohes Ansehen genießt, scheint im Massentourismus keinen besonderen Stellenwert zu genießen. Hat jemand eine Idee, wie man hier zu einem “Wertetransfer” kommen könnte?

Mitbringsel

Samstag, den 7. April 2007

Es gehört zum guten Ton, aus dem Urlaub ein kleines Souvenir mitzubringen, auf dass sich die Daheimgebliebenen daran ergötzen. Das folgende Foto entstand in einem Supermarkt in Chaweng (Koh Samui, Thailand) und dürfte jenen, die mit der österreichischen Innenpolitik vertraut sind, einleuchten:

Zilk in einer vollkommen neuen Rolle

Wenn’s nicht sofort klingelt, hilft Wikipedia.

Die Interpretation des Bildes sei dem p.t. publico überlassen. Allfällige ehrenrührige Assoziationen müsste ich aus den Kommentaren entfernen ;-)

Aber jetzt:

Dienstag, den 20. März 2007

ab in den Urlaub. Erholung, ich komme!

Verschwenderisch

Mittwoch, den 24. Januar 2007

Noch schwirrt mir der Kopf ein wenig von drei Tagen DLD 07 in München, nicht zuletzt wegen der putzigen Hindernisse, mit denen die Deutsche Bahn meine Heimreise “gepimpt” hat. Digital Life Design – das Motto der heurigen DLD (das meiner Ansicht nach auch weit besser zum Event passt als dessen offizieller Titel, Digital Lifestyle Days) – zog sich durch Panels, Diskussionen und Präsentationen, hinterließ (nicht nur) bei mir einen ambivalenten Eindruck. Inspiration und Langeweile, Vision und Eh-scho-Wissen waren oft durch nichts anderes getrennt als durch eine kurze Kaffeepause. (Anstelle einer knappen Inhaltsangabe empfehle ich die Videomitschnitte auf der DLD-Website, insbesondere die zwei Diskussionsrunden am Montag Nachmittag: “Citizen Director’s Cut” (über Vlogging) und “Where are the Editors?”. Allein dieser beiden Panels wegen haben sich die Reise in die und der Aufenthalt in der Isar-Metropole :-) gelohnt.)

Was mich aber am meisten beeindruckt hat, war der wahrlich verschwenderische Umgang mit den hochkarätigen Panelists, mit denen DLD07 aufwarten konnte. “Beeindruckt” ist aber nicht, oder nicht ausschließlich, positiv gemeint. Im Gegenteil, es war im Grunde frustrierend, wenig Meter entfernt Kapazundern wie Norman Foster, Nicholas Negroponte, Bruce Sterling, Arianna Huffington usw. usf. gegenüber zu sitzen und diese dann nur in kurzen Statements “genießen” zu können. Das ist ungefähr so sättigend wie ein Hochglanzfoto eines siebengängigen Gala-Menüs.

Die Diskrepanz von z.T. visionärem Inhalt und hoffnungslos unzeitgemäßen Präsentationsformaten (Input+Input+Input und dann vielleicht noch eine kurze Q&A-Runde) war frappierend und ist mit Sicherheit einer der grundlegenden Schwachpunkte des Events. Und wenn ich schon beim Ätzen bin: Auf John Naisbitt hätte ich auch gut verzichten können. Hätte die Qualität seiner Aussagen den Grad seiner Arroganz auch nur annähernd erreicht, wäre sein Auftritt eines der Highlights gewesen; so aber war’s nur der gelungene Versuch der Selbstdemontage eines ebenso selbstverliebten wie desinteressierten … Ex-Visionärs.

100 (+)

Freitag, den 19. Januar 2007

Jetzt habe ich doch tatsächlich den 100. Beitrag seit dem Start dieses Weblogs im Februar des Vorjahres übersehen. WordPress hat anscheinend nicht richtig mitgezählt (bzw. die Zählung nicht aktualisiert). Macht aber nichts, weil ich erstens kein Zahlenfetischist bin und zweitens der Output quantitativ nicht sonderlich beeindruckend ist (wofür ich ein Jahr benötige, schaffen andere locker in ein paar Tagen).

Als Kommentator bin ich dafür etwas produktiver. In den vergangenen drei Monaten habe ich auf rund 170 Mal auf diversen Blogs quer durch den Gemüsegarten verbale Spuren hinterlassen. Unvermeidlich wird man dabei auf ein großes funktionales Manko aktueller Blogsoftware gestoßen: Es gibt so gut wie keine Lösungen, die das gezielte Mit- und Nachverfolgen der eigenen Kommentaraktivitäten UND deren Integration in das eigene Blog erlauben.

Sicher, es gibt CoComment, das aber insgesamt zuviel, von dem, was ich brauche, aber zu wenig und zu wenig zuverlässig kann. Über Zweck dienliche Hinweise freue ich mich jederzeit.

Vielleicht erbarmt sich die Schar der SW-Entwickler und fettet die bestehenden Blog-Werkzeuge (mir würden ja schon WordPress und Expression Engine genügen) zu kompletten “conversational tools” auf. Conversations sind eben mehr als nur im eigenen Ziergärtchen vor sich hin zu labern. Also, Code-Knechte: Ran an die Tasten! :-) )

Fanfare! Rudolf Fischer joins the conversation

Donnerstag, den 21. Dezember 2006

Auch wenn ich mir jetzt vielleicht die Finger verbrenne, aber nach meinem Kenntnisstand ist Rudolf Fischer (stellvertretender CEO der Telekom Austria und CEO Wirelessline) der erste österreichische Manager im Vorstandsrang, der ein eigenes Blog betreibt. Gut gemacht, Martin Bredl! :-)

Ich halte die Daumen, dass dem Neo-Blogger die Lust auf Dialog nicht ausgeht und er uns mit interessantem Stoff aus dem IKT-Bereich bombardiert, und wünsche ihm regen Zuspruch und tiefschürfende Kommentare und Diskussionen.

So. Who’s next? :-) )


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