19. März 2008
Seit 17. März ist ein Web-Projekt online, das uns in den vergangenen 3 Monaten ziemlich eindrücklich beschäftigt hat: “Auf zum Wein” basiert auf dem strategischen Ziel der ÖWM, den Ab-Hof-Verkauf heimischer Weinbaubetriebe zu fördern.
Um es vorweg zu nehmen: “Auf zum Wein” ist keine Social-Media-Plattform, sondern eher ein weintouristisches Portal, in dem der Inhalt aus mehreren Datenbanken zusammenfließt: detaillierte Informationen über österreichische Winzer (Grundvoraussetzung: Ab-Hof-Verkauf), Buschenschanken und Heurige (insbesondere die ausgezeichneten Buschenschenken und Top-Heurigen), gastronomische, touristische und kulturelle Angebote des jeweiligen Weinbaugebietes sowie eine umfangreiche Sammlung von Veranstaltungsterminen.
Die einzelnen Betriebe werden auf einer interaktiven Landkarte (via Google Maps) angezeigt, die auch eine einfache Form der Routenplanung erlaubt. Registrierte User können eine beliebige Anzahl von Winzern und Terminen in einem persönlichen Bereich speichern und damit ihre nächsten Ausflüge planen.
Großes Augenmerk haben wir darauf gelegt, die Website möglichst barrierearm zu gestalten (auch wenn wir auf eine Kennzeichnung nach WAI A/AA/AAA bewusst verzichtet haben).
Kommentare, Anregungen, Kritik sind äußerst willkommen - denn dieses war sicher nur der erste Schritt…
Tags: Auf zum Wein, barrierefreiheit, Weintourismus
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11. März 2008
Am Donnerstag, dem 13. März, findet nicht nur der EU-Gipfel statt (der mich trotz der Themen Klimawandel und Mittelmeerunion hier weniger interessiert), sondern es beginnt auch die EuroBlog 2008. Die Veranstaltung - von EUPRERA in Kooperation mit der PR-Agentur Edelman aufgezogen - bietet die Plattform für einen Dialog von PR-Forschern und -Praktikern, der sich mit nichts Geringerem befasst als mit “Social media and the future of PR: New ideas, new research, new business”.
Das Programm liest sich zwar etwas “akademischer” als im Vorjahr (jedenfalls für meinen Geschmack), aber die lange Liste der Kapazunder, die dort diskutieren und präsentieren werden, verspricht genug Futter fürs Hirn. Und Brüssels Gastronomie besorgt den Rest
Ich kann’s nicht garantieren, habe aber vor, über einige der Highlights möglichst ohne großen Zeitverlust zu bloggen. Rasch Entschlossene können sich noch zur EuroBlog anmelden; wer es nicht nach Brüssel schafft, kann die Konferenz auch live übers Internet inhalieren.
Tags: EuroBlog, EuroBlog 2008
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11. März 2008
Am 5. März hat die Generalversammlung des PRVA zwei Beschlüsse gefasst, die für sich genommen vereinsmeierisch und daher wenig aufregend anmuten mögen, die sich aber als folgenreich heraus stellen könnten.
Die erste Entscheidung betrifft die Neudefinition des Ehrenkodex: Bisher fußte die berufsethische Selbstverpflichtung der PRVA-Mitglieder auf dem Athener Kodex (1965) und einem sieben Punkte umfassenden Ehrenkodex, der aufgrund seines Alters nicht unbedingt die Anforderungen der PR im 21. Jahrhundert widerspiegelt.
Nach Durchführung von einigen textlichen Präzisierungen wird künftig von den PRVA-Mitgliedern die Anerkennung des Athener Kodex, des Lissabonner Kodex, der Stockholm Charta und eines auf 24 Punkte erweiterten Ehrenkodex als Grundlage ihres professionellen Verhaltens eingefordert. Darunter befindet sich auch erstmals ein Passus, der explizit auf Online-PR und Social Media Bezug nimmt.
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Tags: Ethik-Rat, PR-Ethik
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3. Januar 2008
Zuerst Totalversagen des Servers und jetzt krankheitsbedingte Bettlägerigkeit: Das nenne ich einen gelungenen Start ins neue Jahr
Es wird hier wohl noch eine Zeit lang nach Baustelle aussehen und riechen. Ich bitte um Geduld und anhaltende Gewogenheit.
Und wünsche allen ein (wirklich!) gutes Jahr.
Tags: Baustelle
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4. Dezember 2007
Martin Bredl nimmt sich - gentleman-like wie immer - Georg Holzer zur Brust. Dieser hatte in seinem Blog am 29. November gleich die ganze PR-Branche grosso modo in die Pfanne gehauen. “PR sucks”, meint Georg, weil in den Presseaussendungen nie die ganze Wahrheit stünde. Martin empfiehlt ihm als Radikalkur den Versuch, doch einmal ein Monat lang ganz ohne Pressemitteilungen seinen Job zu machen.
Ziehen wir mal die Samthandschuhe aus: Schlechte PR “suckt” genauso wie schlechter Journalismus. Darüber brauchen wir uns, glaube ich, nicht besonders auszulassen. Aber Georg missversteht (absichtlich?) die Rolle von PR - und auch ihre Leistungen - gründlich. Es ist nicht die Aufgabe von PR, den Journalisten die gesamte Arbeit abzunehmen, indem sie nicht nur die positiven, sondern auch die negativen Aspekte kommuniziert und die Hintergrundrecherche noch obendrein mitliefert. Wozu bräuchten wir dann noch Lohnschreiberlinge? Ergiebige Kontakte und Netzwerke sowie gewitzte Recherche sind doch schließlich die Chance, sich von den KollegInnen positiv abzuheben und sich zu profilieren.
Wettbewerb nennt sich das.
Unternehmenskommunikation ist in erster Linie dem Wohlergehen des eigenen Unternehmens verpflichtet, in zweiter Linie dem Wohlergehen der Gesellschaft. Das muss niemandem gefallen, ist aber so. Was das in einem (Web 2.0)-Umfeld bedeutet, das sowohl der PR als auch den Medien gegenüber zunehmend skeptisch eingestellt ist, kann jede/r für sich beantworten; meiner Meinung nach sind weder die einen noch die anderen - in Summe - derzeit ausreichend für diese Herausforderung gerüstet.
In seinem Kommentar auf Martins Blog fragt Georg (allen Ernstes?):
“Warum passiert PR nicht über Blogs?”
Vielleicht deswegen, weil der Großteil der JournalistInnen (Georg natürlich ausgenommen!) es dann überhaupt nicht wahrnehmen würden? Oder weil die Medien dann in den Grundfesten erschüttert würden, wenn keiner mehr ihre Gatekeeper-Funktion braucht?
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Tags: journalismus, media-relations, pr
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27. November 2007
Heinz Wittenbrink hat die Katze aus dem Sack gelassen: Am 30. und 31. Mai 2008 findet an der FH Joanneum das PolitCamp statt, eine Unconference, auf der ausgelotet werden soll, welche Möglichkeiten Web 2.0 für die politische Kommunikation und Meinungsbildung bereit hält. Spannende Sache, also schon mal den Termin vormerken!
Details finden sich auf dem BarCamp-Wiki.
Tags: politcampgraz
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26. November 2007
Martin Bredl hat mir soeben den Tag versaut. In seinem Blog lese ich, dass sich der Herausgeber der österreichischen Tageszeitung mit dem monarchistischen Titel unters bloggende Volk gemischt hat.
Ich hätte wohl besser nicht gleich HansDichandBloggt einem ersten Augenschein unterziehen sollen. Wer rollt mir meine Zehennägel jetzt wieder aus? Ich habe mich nämlich sogleich ganz schrecklich gefürchtet: Die Demokratie sei in Gefahr, weil sich die böse Bundesregierung dem “Krone”-Diktat nicht beugen will und keine Volksabstimmung zum EU-Vertrag durchführt. Wo sich doch die “Krone” so ganz der Volksaufklärung in Sachen EU-Vertrag verschrieben hat, dass sie sogar den Vertragstext zum Download anbietet. - Ach so, tut sie nicht? Nur der Kindermann klärt auf? Naja, das kann einen gelernten Österreicher auch nicht mehr erschüttern.
Ganz klar ist mir der Sinn des Transfers der catonischen Ergüsse (inklusive Feedback in von der Printausgabe gewohnter “Leserbrief”-Qualität) nicht. Was will der alte Mann in der Blogosphäre? Den Dialog sucht er schon mal nicht, das “Blog” - im Grunde ist es nur eine Online-Publikation mit Kommentarmöglichkeit - ist für ihn anscheinend nur eine weitere Tröte. Neue Zielgruppen erreichen, die sein papierenes Kleinformat nicht erwischt? Ob dazu sein Geblogge genügt? Wir werden sehen.
Im schlimmsten Fall weiche in halt in die Sphäre des Micro-Bloggens aus
Dafür bekommt - im Sinne der Demokratie fördernden Meinungsvielfalt - das Krone-Blog einen Link.
Tags: Dichand, Dichand-bloggt, Krone
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14. November 2007
(Aus der Abteilung “Das hat uns gerade noch gefehlt”)
Sie wollen endlich auch einmal so richtig mitreden können, wenn die geeks einander mit unverständlichem Web 2.0-Kauderwelsch übertrumpfen? Nicht mehr stumm, mit ungläubig geöffnetem Mund und glasigen Augen zusehen, wie Sie nichts kapieren?
Der Rettung ist da! Sie werden zwar noch immer nichts verstehen, aber wenn Sie erst einmal - mit dem Web 2.0 Bullshit Generator bewaffnet - so richtig loslegen, wird es Ihrer Umgebung genau so gehen. Wenn Sie Formulierungen wie “aggregate data-driven widgets”, “syndicate semantic folksonomies” oder “design dynamic synergies” in die Runde werfen, liegt Ihnen die Männer/Damenwelt (Nichtzutreffendes streichen) garantiert zu Füßen.
Selbstverständlich alles in Englisch. Ich bitt’ Sie, das ist schließlich Web tu ou.
(Gefunden bei Emptybottle.org)
Tags: bullshit-generator, web-2.0
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13. November 2007
Werner Schuster hat aus zwei Gesprächen, die wir heuer miteinander geführt haben, einen ausführlichen Artikel gedrechselt, der in der Ausgabe vom 13.11. des medianet (Online- und Print-Ausgabe) erschienen ist. Unter dem Titel “Vom PR-Kirtag zur Wahlkampf-PR” geht es vor allem um das kollektive internationale PR-Blog PR Conversations und um die Frage, welche Fragen Social Media für die Public Relations aufwerfen. Allfällige Dummheiten und Absurditäten sind auf meine Antworten, nicht auf seine Fragen zurückzuführen.
Werner Schuster betreibt übrigens ein bemerkenswertes Literatur(kritik)-Blog mit dem trefflichen Namen Eselsohren.
Tags: literaturkritik, medianet, prconversations
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12. November 2007
Als Vorsitzender des Deutschen Journalistenverbandes hat man es echt nicht leicht. Da müht sich der Herr Konken redlich, dem Ausbund allen kommunikativen Übels, also dem Internet, das Gesicht von der verleumderischen Fratze zu reißen und der Welt (nein, nicht der Zeitung, sondern diesem globalen Dingsda) die Augen zu öffnen, und schon fällt ihm einer der vom Internetvirus offensichtlich heftigst befallenen Unterläuf… Kollegen beckmesserisch in den Rücken.
Das musste ja schon einmal gesagt werden:
“Blogs sind (…) eher der Tummelplatz für Menschen, die zu feige sind, ihre Meinung frei und unter ihrem Namen zu veröffentlichen.” (Quelle: Konken-Rede zum DJV-Verbandstag 2007)
Wer allen Ernstes solchen Unsinn verzapft, dessen Borniertheit wird wohl nur von seiner Ahnungslosigkeit übertroffen.
Thomas Knüwer (Handelsblatt) macht es sich aber nicht so einfach wie ich und zerzaust seinen Vorsitzenden nach allen Regeln der Kunst. Chapeau!
Tags: journalismus, Medien
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