ein future bytes weblog

virtual bites

"Keine Angst, er beißt nicht." (aus: Berühmte letzte Worte)

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Ausweg für die Königskinder?

Dienstag, den 9. September 2008

Nachdem ich vor ein paar Tagen ordentlich Dampf abgelassen habe, kommt jetzt der konstruktive Vorschlag, für den sich vielleicht auch Georg Holzer erwärmen kann (der mir meine scharfe Replik anscheinend nicht krumm nimmt; jedenfalls redet er noch mit mir :-).

Die Ausgangssituation ist bekannt und so alt wie die beiden Berufsgruppen: JournalistInnen hie, PR-Leute da. Ihre Beziehung ist komplex und wird von subtilen Faktoren beeinflusst. Beiden ist bewusst, dass sie voneinander abhängig sind und einander brauchen: Für die PR sind Medien ein wichtiger Partner und Multiplikator der eigenen Botschaften; und die JournalistInnen könnten ohne die Leistungen der PR nicht aus dem riesigen Reservoir an Informationen schöpfen, das ihnen heute zur Verfügung steht.

Soweit die Idylle. In der Realität spießt es sich aber oft, zu oft, an allen Ecken und Enden. Nicht immer ist professioneller Umgang und gegenseitiger Respekt die Grundlage der Beziehung. Mich interessiert hier aber nicht die Schuldzuweisung (den Schwarzen Peter erhält in der Eigenwahrnehmung ohnehin immer die Gegenseite zugeschoben), sondern eine mögliche Lösung zumindest einiger Probleme der Media Relations.

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PR und Semantic Web

Montag, den 14. April 2008

Vor einiger Zeit hat mich Marion Fugléwicz-Bren zum Thema PR und Semantic Web interviewt. Noch dazu auf Englisch. Das Ergebnis ist jetzt auf der Website der Semantic Web Company publiziert worden. Ich bin selber überrascht, dass ich so viel dazu zu sagen (oder schwadronieren) hatte.

Aber gar so arg daneben kann es nicht gewesen sein. Immerhin attestiert mir Jana Herwig im Semantic Web Blog: “While Pirchner himself appeared pretty clued about the Semantic Web …”.

Na, was werd’ ich widersprechen ;-)

Nachtrag: Inzwischen ist das Interview auch auf PR Conversations erschienen und hat einiges Interesse gefunden. So setzte sich z.B. Heather Yaxley (Greenbanana) damit kritisch auseinander und Karen Miller Russell vom Teaching PR Blog hat es unter “The Week’s Best” (vom 21. April) gereiht. Sogar ins Portugiesische wurde der Beitrag übersetzt (zumindest in Teilen) und zwar auf “Comunicação Empresarial”: “Web Semântica - ‘Não é o Nosso Negócio’”. Damit habe ich, ehrlich gesagt, nicht gerechnet.

Wer “suckt” mehr?

Dienstag, den 4. Dezember 2007

Martin Bredl nimmt sich - gentleman-like wie immer - Georg Holzer zur Brust. Dieser hatte in seinem Blog am 29. November gleich die ganze PR-Branche grosso modo in die Pfanne gehauen. “PR sucks”, meint Georg, weil in den Presseaussendungen nie die ganze Wahrheit stünde. Martin empfiehlt ihm als Radikalkur den Versuch, doch einmal ein Monat lang ganz ohne Pressemitteilungen seinen Job zu machen.

Ziehen wir mal die Samthandschuhe aus: Schlechte PR “suckt” genauso wie schlechter Journalismus. Darüber brauchen wir uns, glaube ich, nicht besonders auszulassen. Aber Georg missversteht (absichtlich?) die Rolle von PR - und auch ihre Leistungen - gründlich. Es ist nicht die Aufgabe von PR, den Journalisten die gesamte Arbeit abzunehmen, indem sie nicht nur die positiven, sondern auch die negativen Aspekte kommuniziert und die Hintergrundrecherche noch obendrein mitliefert. Wozu bräuchten wir dann noch Lohnschreiberlinge? Ergiebige Kontakte und Netzwerke sowie gewitzte Recherche sind doch schließlich die Chance, sich von den KollegInnen positiv abzuheben und sich zu profilieren.
Wettbewerb nennt sich das.

Unternehmenskommunikation ist in erster Linie dem Wohlergehen des eigenen Unternehmens verpflichtet, in zweiter Linie dem Wohlergehen der Gesellschaft. Das muss niemandem gefallen, ist aber so. Was das in einem (Web 2.0)-Umfeld bedeutet, das sowohl der PR als auch den Medien gegenüber zunehmend skeptisch eingestellt ist, kann jede/r für sich beantworten; meiner Meinung nach sind weder die einen noch die anderen - in Summe - derzeit ausreichend für diese Herausforderung gerüstet.

In seinem Kommentar auf Martins Blog fragt Georg (allen Ernstes?):

“Warum passiert PR nicht über Blogs?”

Vielleicht deswegen, weil der Großteil der JournalistInnen (Georg natürlich ausgenommen!) es dann überhaupt nicht wahrnehmen würden? Oder weil die Medien dann in den Grundfesten erschüttert würden, wenn keiner mehr ihre Gatekeeper-Funktion braucht?

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Marketing und PR im Bild

Mittwoch, den 19. September 2007

Wort und Bild, gepaart mit Humor, sind eine Kombination, welche die Synapsen zum Glühen bringen kann. Über die Unterschiede und Schnittstellen von Marketing und Kommunikation sind schon Regale füllende Fachbücher und -artikel geschrieben worden. Aber nichts hat es so auf den Punkt gebracht wie die Dilbert-Cartoons der vergangenen beiden Tage:

17.9.: http://www.dilbert.com/comics/dilbert/archive/images/dilbert2814780070917.gif
18.9.: http://www.dilbert.com/comics/dilbert/archive/images/dilbert2040739070918.gif

Viel Spaß!

Reif fürs 21. Jahrhundert

Dienstag, den 26. Juni 2007

Ursprünglich im Holmes Report erschienen und damit nicht allgemein zugänglich, hat Autor Paul Holmes dem kollektiven PR-Blog PR Conversations die Erlaubnis gegeben, den Essay “The 21st Century Public Relations Firm” in voller Länge zu publizieren. Auch wenn das etwas längere “Manifest” für aufmerksame Beobachter der aktuellen Entwicklungen in PR/Social Media nicht mit Genieblitzen oder besonders innovativen Erkenntnissen gespickt ist, ist es doch eine sehr gelungene Beschreibung der geänderten Bedingungen und Voraussetzungen, unter denen PR im 21. Jahrhundert stattfinden.

Und dann sind da noch Zitate wie die folgenden, die den Artikel lesenswert machen:

Meanwhile, the annual Trust Barometer surveys (…) continue to show that in major markets around the world, people increasingly find “a person like you” to be the most credible source of information: more credible by far than paid advertising and even earned media coverage. (…)

A decade or so ago, it was still possible for marketers (…) to believe that their brands were defined by what they said about themselves, in their advertising and their website and even their press releases; today, they must come to terms with the fact that their brands are defined by what others say about them in private, after they have left the room. (…)

Public relations people will therefore need to become expert in studying social networks, developing tools (…) to help them map the complex relationships between traditional and non-traditional media, to identify authorities who are quoted or cited most often, to understand how and why stories that first appear in relatively obscure venues can have as much influence over time as an article on the front page of The Wall Street Journal.

Lesenswert.

Beim Gemüsehändler

Donnerstag, den 12. April 2007

Der wochentägliche medianet Newsletter ist mir, ich gesteh’s, ein unerschöpflicher Quell der Freude … oder wenigstens der Erheiterung. Es vergeht kaum eine Ausgabe, in der nicht illustre Gäste das staunende Volk ihrer unergründlich tiefsinnigen Erkenntnisse teilhaftig werden lassen. (Ich weiß nicht, nach welchen Kriterien die Gastkommentatoren ausgesucht werden, und weil ich es mir lebhaft vorstellen kann, will ich es lieber gar nicht erst wissen.)

In der Lieferung vom 12.4.2007 feiert einer, dem ich schon einmal die virtuellen Zähne gezeigt habe, unter dem schönen Titel “Pods, Blogs, Social Software & Co” (also Karotten, Kohlrabi, Gemüse & so) beinahe Kommentar-Jubiläum. Es geht leider wieder in die Hose. Nicht, dass ich gegen den Kollegen persönlich etwas hätte, aber ich fühle mich halt immer zum Fremdschämen veranlasst, wenn allzu offensichtlich Buzzword Bingo gespielt wird. Und das mag ich nicht.

Kostproben gefällig? Bitte: (more…)

Gefährliche Drohung?

Montag, den 12. Februar 2007

“Karl-Heinz Grasser steigt in die PR-Branche ein”. (horizont)
Wodurch hat sich der frühere Fionanzminister jetzt gleich für diese Branche qualifiziert?
Nun gut, er steigt also bei Valora Solutions ein.
(Man muss nicht aus Vorarlberg oder der Schweiz sein, um das mit einem leisen Schmunzeln zur Kenntnis zu nehmen.)


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