Si tacuisses
Freitag, den 30. Mai 2008Manchmal ist es besser, man sagt nichts. Und manchmal steht einem der Mund vor ungläubigem Staunen derart offen, dass an verbale Äußerung erst gar nicht zu denken ist. Gerade ist mir derartiges widerfahren, nämlich beim 26. PR-Tag, den der PRVA am 29. Mai veranstaltet hat.
Ich bin ja schon über viele abstruse Ideen gestolpert, aber Österreich aktuell auf dem Weg in den Kommunismus zu sehen, in die universitäre Forschung und Lehre eingebundene Philosophen als willfährige, hörige Kolporteure der fiesen Absichten des Staates zu apostrophieren, Nettotransferleistungsbezieher - u.a. die PensionistInnen - mehr oder weniger als Sozialschmarotzer darzustellen und die staatlichen Sozialleistungen als durch Gewaltandrohung aufgezwungene Verträge für Vollidioten zu desavouieren, dazu braucht es schon einen “freien Philosophen”. Da er seine Appanage nicht vom Staat, sondern von privatwirtschaftlichen Unternehmen bezieht, die ihn buchen, sagt er natürlich die Wahrheit. Und die Erde ist eine Scheibe.
Wenn Sie nicht dort waren, erraten Sie nie, was das Thema hätte sein sollen. - Wirtschaftsethik. Aber die, so der “freie Philosoph”, sei sowieso nur ein Kennzeichen von Diktaturen.
