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"Keine Angst, er beißt nicht." (aus: Berühmte letzte Worte)

Archiv des Tags ‘Social Media’

Drei Tage eingenetzt

Dienstag, den 27. Mai 2008

Kein Wort zur Kicker-EM. Nicht von mir. Einer Veranstaltung, die Menschen dazu verleitet, ihre Fahrzeuge freiwillig zu beflaggen, gehört meine tiefste Skepsis. Ich tummle mich lieber auf anderen Events, die – obwohl thematisch weit politischer – zu keinerlei Fahnenschwingerei animieren.

Gelegenheit zum Netzwerken gibt es Ende Mai gleich zwei Mal: in Wien beim 26. Österreichischen PR-Tag des PRVA (29.5.) und beim PolitCamp in Graz (30.-31.5.). So unterschiedlich die beiden Veranstaltungen auch sein mögen – die eine ganz, auch thematisch, durchorganisierte Konferenz, die andere überwiegend von den Teilnehmenden frei gestaltete Un-Konferenz -, inhaltliche Berührungspunkte gibt es doch:

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Public Relations go SM

Dienstag, den 12. Juni 2007

Ich muss Sie enttäuschen, wenn Sie die Headline g’schmackige Enthüllungen über den Einsatz von Latex, Leder, Peitschen, Handschellen und ähnlichem Instrumentarium in der PR-Branche hat erwarten lassen. “SM” steht hier für – Social Media.

Seit ein paar Wochen buhlen nämlich gleich zwei für PR-Leute konzipierte social networks um Gefolgschaft: MyRagan (seit Anfang Mai) und The Communicators’ Network (seit Ende Mai). In der relativ kurzen Zeit seither haben beide Plattformen eine recht ansehnliche community um sich scharen können (ca. 5.500 bei MyRagan, rund 1.200 bei TCN), die sich auch recht intensiv – in 110 Gruppen und 19 Foren (MyRagan) bzw. 33 Gruppen und 9 Foren (TCN) austauscht.

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Hach, wie professionell

Montag, den 7. Mai 2007

Wie unbeholfen darf ein Unternehmen bei der Kommunikation eines neuen Social Network sein, wenn es – wie die Lawrence Ragan, Inc. – in der PR-Branche gut etabliert ist und als Zielgruppe (in diesem Fall ist es angebracht, von Ziel- und nicht von Bezugsgruppe zu sprechen) PR-Profis auserkoren hat? Ich hätte erwartet, dass in dieser Situation besondere Sorgfalt walten würde. Weit gefehlt.

Keine zwei Tage, nachdem der erst Commentspam aus dem kollektiven Blog PR Conversations entfernt und der Spammer über die Beweggründe in Kenntnis gesetzt worden war, taucht schon der nächste Kommentar auf, dessen Spam-Absichten nur sehr dilettantisch verhüllt sind.

Auch auf der Ebene der individuellen Ansprache verhalten sich die Betreiber derartig tollpatschig, dass man sich ernsthaft fragen muss, welcher Teufel sie geritten hat, sich auf das Abenteuer Social Media einzulassen. Die Tatsache, dass ich den Antrag von Mark Ragan abgelehnt habe, seiner Friends List beizutreten (ich kenne ihn nicht und nach diesen Erfahrungen hätte ich bestenfalls ein klinisches Interesse, ihn kennenzulernen), hat ih nicht davon abgehalten, gleich noch einen Annäherungs- (oder Anbiederungs-)Versuch via E-Mail zu starten:

*Hi Markus,
Are you the Markus of Virtual Bytes? And Naked Conversations? If so, welcome to this site. We’re honored to have you here. I hope you find it useful. I would love to have your views. Thanks, Mark*

Mr. Ragan (or whoever wrote that evidence of negligence): Hell no, I’m not the Markus of Virtual Bytes and I’m not the Markus of Naked Conversations. It’s Virtual Bites (with an “i” – you’re welcome to experience the difference) and it’s “PR Conversations” (the blog you chose to comment-spam).

You’d love to have my views? Be careful what you wish. It might come true.

MyRagamuffin

Freitag, den 4. Mai 2007

Ich weiß nicht, wie es Ihnen ergeht, aber ich freue mich immer grenzenlos, wenn ich “eingeladen” werde, der grandiosen Segnungen eines total neuen, total “angesagten”, total wichtigen und meine Zukunft ins ungemein Rosige verändernden “Social Networks” durch sofortige Registrierung teilhaftig zu werden.

Neuerdings, es wurde eh schon höchste Zeit, beginnen speziell für die PR-Branche geschaffene SNs ihre Klientele zu umarmen. Innerhalb einer Woche waren es gleich zwei: PR Darlings das eine, MyRagan das andere. Wer unbedingt meint, von Usbekistan aus sich mit einem PR-Kollegen aus Ohio für einen Drink in einer New Yorker Bar verabreden zu müssen, ist mit der ersten Plattform (107 Registrierte, Stand 4.5.) sicher besser dran. Wer’s lieber fachlicher hat und noch nicht bei genug Foren angemeldet ist, sollte eher zur anderen Variante (346 Registrierte – and counting) greifen. Sie können es aber genauso gut bleiben lassen.

Bezaubernd war immerhin die Art, wie sich MyRagan an die Zielgruppe geschmissen hat, z.B. mit einem inhaltlich völlig unpassenden “Kommentar” zu einem Blogpost in PR Conversations (der Kommentar, den weniger freundliche Zeitgenossen als ich ohne zu zucken als Spam brandmarken würden, wurde ziemlich rasch wieder entfernt). Da hat jemand offenbar noch nicht verstanden, wie man Blogger richtig “pitcht” – wenn überhaupt. Dass ich kurz nach der Anmeldung auch schon vom Obermuffin – der mir bis dato völlig unbekannt war – angemacht wurde, sein Freund zu werden (okay, seiner Friends-List beizutreten), hat mich natürlich sehr in meiner Einschätzung bestärkt: Endlich zuhause!

Schon beeindruckend, wie professionell einige PR-Leute an dieses Social-Media-Zeugs heran gehen. Jetzt warte ich darauf, dass mich ein paar deutschsprachige Klons (oder schreibt man das “Clowns”?) davon überzeugen, dass ihre Social Media PR Plattform die einzig gute, wahre und schöne ist. (Kleiner Hinweis: Probiert es am besten mit “added value”.) Ich werde wie immer unverzüglich meinen Registerbot anwerfen: I’m a Joiner, baby.

Social Media in der internen Kommunikation

Freitag, den 4. Mai 2007

Zur Abwechslung: Zahlen :-) .
Melcrum, ein britisches Forschungs- und Ausbildungsunternehmen mit Fokus auf Interne Kommunikation, hat soeben eine Untersuchung über den globalen Einsatz von Social Media in der Kommunikation mit den MitarbeiterInnen veröffentlicht (eine Kurzfassung der Ergebnisse ist online). Basis der Studie waren die Aussagen von 2.100 Managern großer Unternehmen weltweit.

55% der Befragten gaben an, ein Weblog zu betreiben oder binnen Jahresfrist eines anzufangen. Deutlich größerer Beliebtheit (63%) erfreuen sich Online-Videos (via YouTube und andere); aber auch RSS-Feeds (51%), Podcasts (43%) und Social Networks (41%) scheinen weit verbreitet. SecondLife dagegen bleibt, wenigstens bisher, exotischer Außenseiter: Fast drei Viertel der Befragten planen nicht, die virtuelle 3D-Welt für die Unternehmenskommunikation einzusetzen.

Ziemlich eindeutig sind die Antworten auf die Frage nach den wichtigsten Vorteilen von Social Media: Für 71% ist es das verbesserte Engagement der MitarbeiterInnen, 59% führen verbesserte interne Zusammenarbeit ins Treffen und 47% nannten die Schaffung eines Zwei-Wege-Kommunikationskanals zum höheren Management.

Andererseits befürchteten aber 45%  negative Auswirkungen auf die Reputation des Unternehmens. Ganz zurecht, möchte man meinen, wenn man dann liest, dass 70% eingestehen mussten, dass es in ihrer Organisation überhaupt keine definierten Regeln für Blogs und andere Social Media Tools gibt, und nur 25% sich einigermaßen sicher waren, wie sie ein verlässliches Monitoring zu bewerkstelligen hätten.

Den gesamten Forschungsbericht könnte man, wenn man wollte, über die Melcrum-Website bestellen (um flockige 370 Euro)


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