Glotze neu
Donnerstag, den 24. Mai 2007Beinahe hätte ich den Beitrag mit “Glotz-Tec 2.0” übertitelt, denn darum ging es – zumindest in rudimentären Ansätzen – bei tvienna 2007, dem 1. Wr. Symposium zu Fernsehen und Medienwandel. Technisch orientierten TeilnehmerInnen mag sich die aphrodisierende Wirkung von digitalem, interaktivem und mobilem Fernsehen enthüllt haben; jene, die sich – wie ich – wenigstens ein paar Nebensätze zu den kulturellen, sozialen, kommunikativen Auswirkungen der technischen Flimmerkisten-Evolution (pardon: Nicht-mehr-Flimmerkisten-Evolution) erhofft hatten, blieben zwangszölibatär.Bei aller Euphorie über Rückkanäle und Interaktion und User Generated Content, die in den Präsentationen (zum Teil in übelster PowerPoint-Manier vollzogen) durchschimmerte oder -blitzte, wurde zu bereitwillig übersehen, dass einer großen Anzahl von “Rezipienten” in Sachen Mitmach-Qualität, Interaktivität und Vernetzung mit dem Internet bereits eine technologische Plattform zur Verfügung steht, die in Sachen Zweinulligkeit dem TV der näheren Zukunft weit überlegen ist.
